Londons neues V&A East: Das Museum, das *dir* gehört
Kurz vor der mit Spannung erwarteten Eröffnung werfen wir einen genaueren Blick auf das Gebäude – ein Museum, das von Anfang an konsequent mit und für die lokale Community geplant wurde.
Nach mehr als zehn Jahren Planung und Bau stehen die Türen des V&A East nun kurz davor, sich für die Öffentlichkeit zu öffnen.
Stratford in London hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine beispiellose Entwicklung und tiefgreifende Veränderung erlebt. Zuerst kamen 2012 die Olympischen Spiele, und nun wächst auf diesem Erbe ein großes kulturelles Quartier für die östlichen Stadtbezirke heran.
Ein Eckpfeiler dieser Entwicklung ist das V&A East, entworfen von den Architekt:innen O’Donnell + Tuomey. Seine Fassade verweist auf die Geschichte des Viertels, und ein zentraler Teil des Entwurfskonzepts besteht darin, künftigen Besucher:innen zu vermitteln, dass dieses Museum für sie gedacht ist – nicht gegen sie.
Von außen gelangt man direkt ins Gebäude (vorbei an der 18 Fuß hohen Skulptur von Thomas J Price), ohne Empfangstresen, der den Weg versperrt. Die Orientierungsgrafik von Fieldwork Facility macht es leicht, die verschiedenen Ausstellungen zu finden, und entlang des Weges gibt es immer wieder Orte zum Hinsetzen, Verweilen und einfach Dableiben.
Im Inneren hat das lokale Büro J A Projects in Zusammenarbeit mit A Practice For Everyday Life, Larry Achiampong und dem V&A East Youth Collective den permanenten Ausstellungsbereich „Why We Make“ geschaffen. Mit einem starken Fokus auf Inklusion und Teilhabe sind die flexiblen Raumlayouts von Märkten und öffentlichen Treffpunkten inspiriert.
„Das V&A East Museum ist geprägt von East London – seinen High Streets, seinen Parks und den Wegen, auf denen sich Communities bereits versammeln, Dinge erschaffen und sich selbst repräsentieren“, sagt J A Projects-Gründer Jayden Ali. „In enger Zusammenarbeit mit jungen Menschen sowie lokalen Künstler:innen und Designer:innen entstanden, greift es direkt auf, wie Räume in der ganzen Stadt gestaltet und bewohnt werden – von der Beleuchtung der Schaufenster bis zur Präsentation von Textilien – und holt genau diese Rhythmen in das Herz des Museums.“
„Als Menschen aus East London empfinden wir einen tiefen Stolz und eine große Verantwortung, dies den Communities, die wir lieben, und der Welt darüber hinaus zu schenken – ein Museum, das Menschen einlädt, unterschiedliche Lebensentwürfe unterstützt und jedem ermöglicht, darin seinen eigenen Platz zu finden.“
In der Hauptgalerie, in der künftig ein wechselndes Programm an Ausstellungen gezeigt wird, eröffnet eine wegweisende Schau mit dem Titel „The Music is Black: A British Story“ – die bislang größte Ausstellung über den Einfluss von Black British Music auf die Kultur im gesamten Vereinigten Königreich und weltweit.
„Musik ist der Soundtrack unseres Lebens und eines der kraftvollsten Mittel, Menschen zu vereinen. In ‚The Music is Black: A British Story‘ feiern wir die Vielfalt und Ausdrucksstärke von Black und Black British Music als Instrumente des Protests, der Selbstbestätigung und der Kreativität – und erzählen die bislang unerzählten Geschichten hinter einigen der populärsten Songs aller Zeiten“, sagt Jacqueline Springer, Kuratorin von The Music Is Black: A British Story und Kuratorin für Africa and Diaspora Performance am V&A.
V&A East öffnet am 18. April 2026 für die Öffentlichkeit.
V&A East
107 Carpenters Rd
London
E20 2AR

















