Überblick
- Golden Goose, das italienische Luxus-Sneakerlabel, berühmt für seinen distressed, „perfectly imperfect“-Look, schlägt ein neues Kapitel auf, während die chinesische Private-Equity-Gesellschaft HSG sich bereit erklärt, eine Mehrheitsbeteiligung zu übernehmen und Singapurs Temasek samt der Sparte True Light Capital als Minderheitsinvestoren einsteigen.
- Der Deal schiebt den lange diskutierten Börsengang der Marke leise zur Seite und sichert stattdessen eine private Bewertung von rund 2,5 Milliarden Euro – damit hat sich der Preis von Golden Goose seit dem Einstieg von Permira im Jahr 2020 laut Marktkreisen nahezu verdoppelt.
- Permira und weitere bestehende Anteilseigner, darunter Carlyle, steigen nicht komplett aus. Sie gehen mit Minderheitsbeteiligungen in die neue Struktur – ein klares Signal, dass sie weiterhin voll auf die langfristige Wachstumsstory von Golden Goose setzen.
- Golden Goose behält seine Führungsriege im Kern unverändert. CEO Silvio Campara bleibt am Steuer, während der ehemalige Gucci-Chef Marco Bizzarri vom einfachen Board-Mitglied zum Non-Executive Chairman aufrückt – um die globale strategische Luxusausrichtung weiter zu schärfen.
- Die Marke liefert Zahlen, die dem Hype standhalten. Der Umsatz ist von rund 266 Millionen Euro im Jahr 2020 auf etwa 655 Millionen Euro 2024 gestiegen – getrieben von einem konsequenten Fokus auf Direct-to-Consumer, einer ausgebauten stationären Präsenz und ihrem Kult-Sneaker-Ökosystem.
- Golden Goose betont, dass die Partnerschaft mit HSG und Temasek die internationale Expansion beschleunigen und zugleich die italienischen Handwerkswurzeln sowie das Profil als „Next-Generation-Luxury“-Brand weiter stärken soll (Golden Goose Group – we.goldengoose.com).
- Für Mode- und Sneakerkultur ist das ein strategischer Power Move, der zeigt, wie viel Energie weiterhin im Schnittfeld von Luxury, Lifestyle und Sportswear steckt – und welch enormen Wert eine globale Community von Dreamern und Individualist:innen entfalten kann, wenn das richtige Kapital einsteigt.