Uber und Lyft starten Baidu-Robotaxis in London
Baidu Apollo Go RT6-Flotten testen Großbritanniens neue Regeln für selbstfahrende Autos – London wird zum Schlüssel-Schauplatz für autonome Fahrten.
Überblick
- London steht kurz davor, zum ultimativen Härtetest zu werden für Robotaxis, denn sowohl Uber als auch Lyft haben wegweisende Verträge unterzeichnet, um Baidus autonome Apollo‑Go‑Fahrzeuge ab 2026 auf den Straßen der Hauptstadt einzusetzen.
- Uber wird Baidus vollelektrische RT6‑Robotaxis in seine App integrieren und in der ersten Hälfte 2026 Testfahrten in London durchführen – im Rahmen des neuen britischen Automated Vehicles Act, der die Haftung von den Fahrgästen auf die „authorised self-driving entity“ verlagert.
- Lyft, frisch nach der Übernahme der europäischen Mobilitäts-App FreeNow, wird London zunächst mit „Dutzenden“ Apollo‑Go‑RT6 bestücken, bevor auf Hunderte aufgestockt wird – Teil dessen, was CEO David Risher als Vision für ein „hybrid network“ aus autonomen Fahrzeugen und menschlichen Fahrern bezeichnet.
- Baidus Service Apollo Go hat bereits mehr als 17 Millionen Fahrten und 240 Millionen autonome Kilometer in 22 Städten absolviert, und aktuell kommen jede Woche rund 250.000 vollständig fahrerlose Fahrten hinzu.
- Diese Londoner Pilotprojekte finden nicht im Vakuum statt. Waymo kartiert die Stadt bereits und führt menschenüberwachte Tests durch, während das in Großbritannien gegründete Unternehmen Wayve eigene KI-gesteuerte Versuche mit Uber vorbereitet – und die Hauptstadt so zum ersten echten Schlachtfeld zwischen US‑, chinesischen und heimischen Autonomie‑Anbietern macht.
- Die britische Regierung beschleunigt den Weg in die Zukunft und peilt erste kommerzielle Robotaxi-Pilotprojekte ab Frühjahr 2026 an – in der Hoffnung, dass autonome Flotten helfen, Londons Vision‑Zero‑Ziel zu erreichen, schwere Verkehrsunfälle und Todesfälle bis 2041 zu eliminieren.
- Sicherheit und Vertrauen bleiben die großen Unbekannten. Chinesische Hardware und Daten in einer europäischen Metropole werden genau unter die Lupe genommen, und Umfragen zeigen weiterhin: Die meisten Fahrgäste würden sich bei gleichem Preis und Komfort lieber für einen menschlichen Taxifahrer als für eine fahrerlose Kapsel entscheiden.
- Vorerst ist mit einer hybriden Stadt: AVs übernehmen berechenbare, stark frequentierte Strecken, während Black Cabs und menschliche Ride-Hailing-Fahrer weiterhin Londons chaotischere Nachtfahrten und Randlagen dominieren.



















