Gucci wird neu geboren: Demnas spektakuläres FW26-Debüt
Mit bekannten Gesichtern wie Supermodel Kate Moss und Newcomer:innen wie Fakemink und Nettspend auf dem Runway.
Zusammenfassung
-
Demna beschreibt das neue Gucci als harmonische Koexistenz, in der sich Tradition und Zeitgeist „gegenseitig nähren“ und italienische Handwerkskunst mit modernen Strömungen verschmelzen.
-
Weg von übergroßen Silhouetten setzt die „tragbare“ Kollektion auf sinnlichen Minimalismus und pragmatische Pieces, die Tom-Ford-inspirierte Sexiness mit klassischem florentinischem Luxus ausbalancieren.
Wie definiert Demna die neue Ära von Gucci? „Meine Vision von Gucci dreht sich um die Koexistenz von Tradition und Mode“, schrieb er in einem ausführlichen Brief vor seinem Runway-Debüt am Freitag. „Hier sind sie keine Gegensätze, sondern Liebende. Gucci existiert nur, wenn beide im Einklang sind, wenn beide einander nähren.“
Als wohl heißest erwartetes Debüt der Saison sorgte Demna dafür, dass seine erste Runway-Show ein Statement setzte. In einem dämmrig beleuchteten Raum zeichnete eine harte, weiße Lichtlinie den Laufsteg nach. Zu beiden Seiten des Publikums erhoben sich hohe, weiße Statuen römischer Götter, von flackernden Strobos erhellt, während Techno und Soft Trap aus den Lautsprechern dröhnten.
Die Atmosphäre spiegelte Demnas Vision wider, die Mode und Heritage auf eine Stufe stellt – und das Casting tat es ihr gleich. Ikonische Supermodels wie Kate Moss, Karlie Kloss und Elsa Hosk liefen Seite an Seite mit aufstrebenden Talenten wie Fakemink und Nettspend. In der Front Row saßen Romeo Beckham und Donatella Versace Schulter an Schulter.
„Letztes Jahr habe ich mich vollständig darin vertieft, die ‚Gucciness‘ von Gucci zu verstehen. Fragmente dieser Recherche habe ich über die Kollektionen La Famiglia und Generation Gucci geteilt“, erklärte Demna. Ähnlich wie die von Ford inspirierte Pre-Fall-2026-Kollektion erinnerte der sinnliche Minimalismus von FW26 deutlich an Tom Fords Ära bei Gucci, die weithin als Ursprung von Guccis ‚Sexiness‘ gilt.
Demnas übergroße Balenciaga-Silhouetten sind bei Gucci passé; stattdessen trugen die Männer eng anliegende T-Shirts, glatte, laminierte Hosen und Lederjacken, während die Frauen eine Kombination aus Mini-Blazern, Skinny Jeans, knielangen Röcken und schimmernden Bodycon-Kleidern zeigten. Heritage lebte in italienischer Schneiderkunst, florentinischen Blumenprints, luxuriösen Pelzen und klassischen Handtaschen – von monogrammierten Duffle-Bags bis hin zu winzigen Clutches.
Das Schuhwerk hingegen interpretierte klassische Gucci-Codes neu und überführte sie in trendorientierte Silhouetten. Ein ultraschlanker Sportloafer kommt mit sneakerartigen Overlays, während ein „distressed“ Monogram-Upper schnürsenkellose Boots mit flacher Sohle betont.
Wenn Demnas Gucci überraschend tragbar wirkt, dann mit voller Absicht. Er weigert sich, die Marke eine „Maison“ zu nennen – Couture war nie ihr Spielfeld. „Gucci ist eine Superbrand, die genauso sehr für pragmatisches Produkt steht wie für Emotion. Gucci ist Drama, Leidenschaft, Exzess, Widerspruch, Liebe und Hass, Triumph und Zusammenbruch, Stolz und Verletzlichkeit, Durchhaltevermögen, Chaos, Genie.“
Die vollständigen Looks von Gucci FW26 gibt es in der Galerie oben – und bleibt bei Hypebeast dran für die neuesten News und Updates aus der Modebranche.



















