Saks Global erhält 500 Millionen US‑Dollar frische Liquidität, um Luxusregale wieder aufzufüllen
Nach dem Chapter‑11-Insolvenzantrag des Unternehmens.
Zusammenfassung
-
Saks Global hat die erste Tranche von 500 Millionen US‑Dollar aus einem Insolvenzfinanzierungspaket über insgesamt 1,75 Milliarden US‑Dollar abgerufen und sich damit die nötige Liquidität gesichert, um den Betrieb all seiner ikonischen Häuser – darunter Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman – aufrechtzuerhalten.
-
Die Kapitalspritze ist in erster Linie für sogenannte „Go‑Forward“-Zahlungen an Markenpartner vorgesehen – ein strategischer Schritt, der darauf abzielt, das Vertrauen der Lieferanten wieder aufzubauen und den Zufluss neuer saisonaler Kollektionen in die Regale zu beschleunigen, die durch jüngste Lieferstörungen weitgehend leergefegt wurden.
-
Unter der neuen Führung von CEO Geoffroy van Raemdonck nutzt der Händler das Chapter‑11‑Verfahren, um seine erhebliche Schuldenlast zu restrukturieren und zugleich seine Luxury‑Partner zu beruhigen: Alle künftigen Warenlieferungen sollen gemäß den üblichen Geschäftsbedingungen bezahlt werden.
Saks Global hat erfolgreich die ersten 500 Millionen US‑Dollar aus seinem Insolvenzfinanzierungspaket über 1,75 Milliarden US‑Dollar abgerufen – eine überlebenswichtige Finanzspritze in dem Moment, als die liquiden Mittel des Händlers nahezu erschöpft waren. Die Mittel, die von einem Insolvenzrichter in Houston nach dem Chapter‑11‑Antrag des Unternehmens am 14. Januar 2026 genehmigt wurden, ermöglichen es dem Konzern, „Go‑Forward“-Zahlungen an Markenpartner wieder aufzunehmen – ein entscheidender Schritt, um den Zustrom von Frühjahrskollektionen in die traditionsreichen Stores neu zu beleben.
Zwar blieben Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman während des gesamten Insolvenzverfahrens geöffnet, doch die Häuser litten zunehmend unter ausgedünnten Verkaufsflächen, weil verunsicherte Lieferanten Ware zurückhielten. Das neue Kapital soll das Vertrauen dieser Luxusanbieter gezielt wiederherstellen. Der neu berufene CEO Geoffroy van Raemdonck, der Neiman Marcus einst spektakulär durch dessen eigene Restrukturierung führte, unterstrich die Bedeutung dieses Meilensteins: „Der Zugang zu diesem beträchtlichen Kapital ist entscheidend, während wir daran arbeiten, unsere finanzielle Basis zu stärken und Saks Global bestmöglich für die Zukunft zu positionieren.“
Der weitere Kurs bleibt heikel. Trotz der Kapitalspritze stehen viele Marken den üblichen 90‑Tage‑Zahlungszielen des Händlers skeptisch gegenüber – zumal sie gleichzeitig mit Millionen an bestehenden unbesicherten Forderungen konfrontiert sind. Van Raemdonck gibt sich dennoch als oberster Optimist der Marke und betont, der Restrukturierungsprozess biete die Chance, ein „widerstandsfähigeres Unternehmen zu formen, das auf dauerhafte finanzielle und operative Stabilität ausgerichtet ist“. Mit dem erklärten Ziel, bis Ende 2026 aus der Insolvenz hervorzugehen, setzt Saks Global darauf, dass diese „Anzahlung“ von 500 Millionen US‑Dollar auf die eigene Zukunft ausreicht, um die Modewelt zurück in die eigenen Häuser zu holen.



















