Kawasaki treibt Serienstart des Corleo, seines wasserstoffbetriebenen Robo-Pferds, voran
Der vierbeinige mechanische Offroader setzt statt klassischer Räder auf geländeadaptive Hightech-Hufe.
Zusammenfassung
- Kawasaki hat offiziell Pläne bekannt gegeben, die visionäre Corleo-Studie für robotische Mobilität in ein serienreifes Fahrzeug zu überführen.
- Das mechanische Reittier nutzt einen 150-ccm-Wasserstoff-Verbrennungsmotor, um Strom für unabhängige Antriebseinheiten in jedem einzelnen Bein zu erzeugen.
- Für extremes Offroad-Gelände entwickelt, nutzt das Fahrzeug KI-unterstützte Gewichtsverlagerungssteuerung, um das Gefühl zu imitieren, ein lebendiges Tier zu reiten.
Kawasaki definiert die Zukunft des Offroad-Abenteuers neu, indem das Unternehmen den Corleo, sein ambitioniertes vierbeiniges Robo-Fahrzeug, in einen konkreten Produktionszeitplan überführt. Über den Status einer fernen Designstudie hinaus hat der japanische Hersteller ein eigenes Entwicklungsteam aufgestellt, das den wasserstoffbetriebenen Vierbeiner für den kommerziellen Einsatz vorbereitet. Durch die Verbindung von motorradinspirierter Stabilität mit hochentwickelter Robotik will der Kawasaki Corleo vertikale Hänge und felsige Landschaften erobern, die selbst für die leistungsstärksten klassischen ATVs unerreichbar bleiben.
Die Ingenieurskunst hinter dem Corleo löst sich vom klassischen Automobildesign und ersetzt ein Fahrgestell mit Rädern durch eine skelettartige Struktur, inspiriert von der Anatomie eines Löwen. Die Antriebsleistung stammt aus einem 150-ccm-Wasserstoffmotor, der als Generator fungiert und die Elektromotoren in jedem der vier Beine speist. Dieses Setup ermöglicht einen nahezu lautlosen, emissionsarmen Betrieb und liefert zugleich das Drehmoment, das zum Überwinden steiler Anstiege nötig ist. Das Fahrzeug verfügt über ein einzigartiges „Huf“-Design aus segmentierten Gummipads, die sich an Bodenunebenheiten anpassen und so maximalen Grip auf Schlamm, Schotter und Geröll gewährleisten.
Den Corleo zu reiten ist ein intuitives Erlebnis, das sich eher auf die Körperbewegungen der Fahrerin oder des Fahrers stützt als auf herkömmliche Gasgriffe. Ein bordeigenes KI-System überwacht kontinuierlich die Gewichtsverteilung, sodass die Maschine im Gleichgewicht bleibt, während sich der oder die Fahrende nach vorn lehnt, um zu beschleunigen, oder sich seitlich verlagert, um die Richtung zu ändern. Das Cockpit ist mit einem Hightech-Instrumentenpanel und einem Bodenprojektions-Navigationssystem ausgestattet, das in Echtzeit die sicherste Route voraus projiziert. Für mehr Komfort bei intensiven Etappen fungiert die hintere Beinheit als unabhängige Schwinge, die Stöße absorbiert und eine waagerechte Haltung für den Piloten sicherstellt.
Kawasaki plant, die ersten funktionierenden Corleo-Prototypen auf der Expo 2030 in Riad zu präsentieren; die vollständige Markteinführung ist für 2035 vorgesehen.



















