22 Autos, 6 Meter tief: Leandro Erlich enthüllt „CONCRETE CORAL“ zur Miami Art Week
Die Skulpturen bestehen aus meerestauglichem, pH-neutralem Beton und werden mit Tausenden von Korallenfragmenten besiedelt.
Zusammenfassung
- Leandro Erlichs CONCRETE CORALzeigt 22 Autoskulpturen aus Beton, die vor Miami Beach unter Wasser installiert sind.
- Als Teil von ReefLine fungiert das Werk als künstliches Riff, das Korallen und Meereslebewesen fördert.
- Die Installation kommentiert die zunehmende Verkehrsverdichtung und verbindet Kunst mit ökologischer Regeneration.
Leandro Erlichs neueste monumentale Installation, CONCRETE CORAList vollständig entlang der ReefLine installiert – einem rund siebeneinhalb Kilometer langen Unterwasser-Skulpturenpark und hybriden Riff vor der Küste von Miami Beach. Diese permanente Installation ist das erste vollständig realisierte Kunstwerk innerhalb des ambitionierten, langfristigen Plans, niederschwelligen Ozean-Aktivismus mit Kunst im öffentlichen Raum zu verbinden, initiiert von Ximena Caminosund städtebaulich konzipiert von OMA / Shohei Shigematsu. Erlichs Konzept ist ein kraftvolles Statement zu Umweltwandel und Regeneration und verwandelt das, was einst ein Träger von Verschmutzung war, in ein Medium für die Rückkehr der Natur.
Die Installation verwandelt diesen Unterwasserraum radikal in einen Stau aus 20 lebensgroßen Betonautos, die alle rund sechs Meter unter der Meeresoberfläche liegen. Diese Skulpturen, die jeweils bis zu 16 Tonnen wiegen, bestehen aus marinetauglichem, pH-neutralem Beton, der speziell entwickelt wurde, um Korallenbewuchs zu begünstigen. Der Produktionsprozess begann mit digital modellierten Formen, die in große, 3D-gedruckte Gussformen gefräst wurden – so bleibt Erlichs charakteristischer, unheimlicher Realismus auch bei langfristiger Meeresexposition erhalten. Die Autos sind in einer mäandernden Formation arrangiert, die bewusst an die Choreografie eines Staus erinnert, und nach Tests unter simulierten Hurrikan-Bedingungen sicher am Meeresboden verankert.
Während der Miami Art Week können Besucher:innen den Ort über umweltschonende, elektrische Paddleboards erreichen; markiert wird die Stelle von einer pastellfarbenen „Meditation Buoy“ des Digital-Physical-Artists Andrés Reisinger. Vor Ort finden außerdem Workshops zur Korallenrestauration und moderierte Gespräche des Floating Marine Learning Center statt.



















