Neues „Butoh“-Fotobuch fängt den japanischen Tanz der Finsternis ein
Fotografiert von Tom Johnson.
Zusammenfassung
- Tom Johnsons kommendes Butoh-Buch ist jetzt über Sixteen erhältlich
- Auf der Insel Ōshima fotografiert, begleitet die Serie eine Truppe von Butoh-Tänzerinnen und -Tänzern bei künstlerischen, expressiven Akten der Hingabe
Auf dem Höhepunkt von Japans Gegenkultur kam Butoh auf – eine avantgardistische Tanztheaterform, geprägt von rasierten Köpfen, weiß geschminkten Gesichtern und langsamen, bisweilen grotesken Bewegungen. Während das Land als Ganzes starre Fesseln abstreifte zugunsten radikaler Formen des Selbstausdrucks, entwickelte sich für Butoh-Tänzerinnen und -Tänzer eine neue Körpersprache, die das Unbewusste in all seiner Schönheit und seinem Schrecken umarmte.
Der Fotograf Tom Johnson taucht in seinem neuen Buch tief in diese Welt ein, Butoh, veröffentlicht von Sixteen. Auf der vulkanischen Insel Ōshima entstanden, fangen die Bilder — zuerst erschienen in Atmos — gespenstische Tänzerinnen und Tänzer ein, die zwischen Performance und Realität oszillieren – in einer Reihe „erhabener und überraschend alltäglicher“ Szenen: ineinander verschlungene Gliedmaßen an schwarzen Sandstränden, Münder, die saftige Früchte genießen, und übereinandergestapelte Körper in minimalistischen Interieurs.
Im Bewusstsein der Vergänglichkeit der Natur und der Tiefen innerer Welten weichen die zentralen Pfeiler des Genres einer surrealen Meditation über Metamorphose, Sterblichkeit, Überzeugung und die fragile Grenze zwischen Kunst und Leben. Der 112 Seiten umfassende Band Butoh ist ab sofort vorbestellbar über die Website des Verlags.



















