12 US-Bundesstaaten verklagen Paramount–Warner Bros. Discovery: Kartellklage soll Mega-Fusion stoppen
Die geplante Entertainment-Mega-Fusion im Wert von 110 Milliarden US-Dollar steht vor einem großen Rechtsstreit – angeführt von Kalifornien und New York.
Zusammenfassung
Eine Koalition von zwölf Generalstaatsanwälten einzelner US-Bundesstaaten hat eine bundesweite Kartellklage eingereicht, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance zu stoppen.
Die Klage führt an, dass der Zusammenschluss im Wert von 110 Milliarden US‑Dollar gegen Bundesrecht verstößt und den Wettbewerb auf dem Markt erheblich beeinträchtigen wird.
Die Klage landet vor einem Bundesgericht, obwohl das U.S. Justice Department die historische Transaktion in der Unterhaltungsbranche vor Kurzem genehmigt hat.
Die geplante 110 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery gerät nun ernsthaft in juristische Turbulenzen. Ein Bündnis aus den Generalstaatsanwältinnen und Generalstaatsanwälten von zwölf Bundesstaaten – angeführt von Kaliforniens Rob Bonta und New Yorks Letitia James – hat vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien Klage eingereicht, um die weitreichende Übernahme in der Unterhaltungsbranche zu verhindern.
In der umfassenden Kartellklage wird argumentiert, dass der Zusammenschluss der beiden traditionsreichen Hollywood-Studios gegen Section 7 des Clayton Antitrust Act verstoßen und den Wettbewerb im Kino- und Fernsehbereich faktisch aushebeln würde. Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass der neu entstehende Medienriese, sollte die Fusion zustande kommen, fast ein Drittel aller Kinofilme und des Basic-Cable-Programms in den Vereinigten Staaten kontrollieren würde.
Die Behörden der Bundesstaaten beantragen eine einstweilige Verfügung, um den Abschluss des Deals zu verhindern. Ihrer Ansicht nach würde eine derart aggressive Marktkonsolidierung unmittelbar zu höheren Abo-Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher, massiven Arbeitsplatzverlusten in der gesamten Branche und einem drastischen Rückgang kreativer Produktionen führen. Das entschlossene Eingreifen der Bundesstaaten erfolgt nur einen Monat, nachdem das US-Justizministerium den Deal freigegeben hatte – und bereitet den Boden für einen großen Gerichtsstreit um die Zukunft der globalen Unterhaltungsbranche. Paramount hat öffentlich angekündigt, die Transaktion energisch gegen das zu verteidigen, was das Unternehmen als grundsätzlich fehlerhafte Anwendung des Kartellrechts betrachtet.



















