Unerlaubte Ausbeutung: Dua Lipa verklagt Samsung auf 15 Millionen US‑Dollar
Der globale Popstar zieht gegen den Tech‑Konzern vor Gericht: Dua Lipa wirft Samsung vor, ihr Bild unerlaubt auf TV-Verpackungen genutzt zu haben, um den Verkauf anzukurbeln – ohne ihre Zustimmung.
Zusammenfassung
- Pop-Superstar Dua Lipa verklagt den Elektronikriesen Samsung auf 15 Millionen US‑Dollar wegen angeblicher unbefugter kommerzieller Verwertung sowie Urheberrechts- und Markenrechtsverletzungen.
- Die Klage geht darauf zurück, dass Samsung angeblich ein Foto von Lipas Gesicht – aufgenommen backstage beim Austin City Limits Festival 2024 – auf der Kartonverpackung seiner Fernseher platziert hat.
- Laut Klageschrift forderte Lipa das Unternehmen im Juni 2025 auf, die Nutzung ihres Abbilds einzustellen. Samsung soll jedoch „abweisend und gefühllos“ reagiert haben – die Produkte stehen demnach weiterhin in den Regalen.
Die Grenze zwischen klassischem Unternehmensmarketing und prominenter Markenbotschaft ist nun zum Zentrum eines ausgewachsenen Rechtsstreits geworden: Internationaler Pop-Superstar Dua Lipa hat offiziell eine Klage über 15 Millionen US‑Dollar gegen den Tech-Giganten Samsung eingereicht.Varietyberichtete, dass die englische Musikerin das Unternehmen vor Gericht bringt, weil Samsung ihr Gesicht und ihr Abbild unverhohlen genutzt haben soll, um Fernseher zu verkaufen – ohne jemals ihre Zustimmung einzuholen, eine Vergütung anzubieten oder eine formelle Partnerschaft einzugehen.
Im Zentrum des Streits steht die Kartonverpackung einer Samsung-Fernseherreihe, die im vergangenen Jahr auf den Markt kam. In der Klage heißt es, der Tech-Konzern habe ein Bild von Lipa auf die Boxen gesetzt, um das Interesse der Kundschaft anzukurbeln. Bei dem Foto handele es sich nicht um irgendeinen Schnappschuss: Lipas Anwaltsteam behauptet, sie halte das Urheberrecht an genau diesem Bild, das backstage bei ihrem Auftritt auf dem Austin City Limits Festival 2024 aufgenommen wurde.
Lipa soll etwa im Juni 2025 von der unbefugten Nutzung ihres Abbilds erfahren haben. Laut Gerichtsdokumenten forderten sie und ihr Team wiederholt, dass Samsung Produktion und Verkauf der Verpackungen stoppt. Die Klage wirft dem Unternehmen jedoch eine „abweisende und gefühllose“ Reaktion vor – die gebrandeten Fernseherkartons sollen bis heute im Handel sein.
Im Kern wirft die Klage Samsung vor, bewusst von ihrem Image profitiert und Konsument:innen in dem Glauben gelassen zu haben, der Popstar stehe offiziell hinter den Produkten. Die Unterlagen führen sogar Posts auf X (ehemals Twitter) an, aus denen hervorgeht, dass sich einige Käufer:innen gerade wegen des Bildes von Lipa auf der Verpackung für den TV entschieden. „Das rechtsverletzende Verhalten von Samsung führt [Lipas] harte Arbeit beim Aufbau einer erfolgreichen Marke ad absurdum und beraubt sie der Möglichkeit, ihre Assets zu kontrollieren und zu monetarisieren“, heißt es in der Klageschrift.
Für ein Unternehmen in der Größenordnung von Samsung gelten Brand-Partnerschaften normalerweise als perfekt eingespieltes System – umso teurer und öffentlicher wirkt dieser angebliche Ausrutscher. Während die Klage über 15 Millionen US‑Dollar ihren Lauf nimmt, wird sie zum unübersehbaren Warnsignal für Konzerne, wie strikt die rechtlichen Grenzen bei der Nutzung prominenter Persönlichkeitsrechte und beim Urheberrecht im modernen Marketing gezogen sind.



















