Fear of God streicht CEO-Posten: Bastien Daguzan verlässt das Label
Nach einer großen Umstrukturierung will Gründer Jerry Lorenzo deutlich stärker ins Tagesgeschäft von Fear of God einsteigen.
Zusammenfassung
- Bastien Daguzan tritt nach weniger als zwei Jahren von seinem Posten als Chief Executive Officer von Fear of God zurück.
- Das in Los Angeles ansässige Luxus-Streetwear-Label gab bekannt, dass die CEO-Position offiziell aus seiner Unternehmensstruktur gestrichen wird.
- Im Zuge der Umstrukturierung bereitet sich Gründer Jerry Lorenzo Berichten zufolge darauf vor, eine deutlich größere Rolle im Tagesgeschäft des Labels zu übernehmen.
Bei Fear of God stehen weitreichende Veränderungen im Top-Management an. Das in Los Angeles beheimatete Luxus-Streetwear-Label hat offiziell den Abschied seines Chief Executive, Bastien Daguzan, verkündet. Nach weniger als zwei Jahren, in denen er die globale Expansion der Marke maßgeblich vorangetrieben hat, zieht sich Daguzan zurück – infolge einer strategischen internen Entscheidung des Unternehmens, die CEO-Position vollständig aus der Organisationsstruktur zu streichen.
In einem kurzen Statement zum Führungswechsel erklärte das Label: „Unsere Verantwortung reicht über die Erfolge und Misserfolge des Greifbaren hinaus. Wir fühlen uns einer zeitlosen Vision verpflichtet, die von Ausrichtung, Intention und Achtsamkeit geleitet wird.“ Laut mit der Situation vertrauten Quellen ebnet diese Umstrukturierung auf natürliche Weise den Weg dafür, dass Gründer Jerry Lorenzo künftig eine deutlich größere, operativ sehr präsente Rolle im Tagesgeschäft des Unternehmens übernimmt.
Daguzan, der zuvor als CEO des in Paris ansässigen Labels Jacquemus tätig war, stieß 2024 zu Fear of God. Mit seinem Einstieg erhielt er den klaren Auftrag, die Markenbekanntheit, den internationalen Vertrieb und das E‑Commerce-Geschäft des Labels konsequent hochzufahren. Unter seiner kurzen Amtszeit verzeichnete die Marke Berichten zufolge ein moderates Wachstum im Jahr 2025 – ein Wert, der vor allem durch eine massive Verdopplung der Direct-to-Consumer-Umsätze über den eigenen Webshop getrieben wurde.
Lorenzo lancierte Fear of God 2013 und baute ohne formale Designausbildung ein beeindruckendes Luxusimperium auf. In den vergangenen zehn Jahren hat sein unverwechselbarer Mix aus begehrenswerter, zugleich aber zugänglicher Streetwear globale Ikonen wie Justin Bieber, Kendrick Lamar und den verstorbenen Virgil Abloh auf sich aufmerksam gemacht. Seit seiner Gründung hat das Label sein Portfolio erfolgreich von klassischer Menswear auf Womenswear, hochwertige Accessoires und die äußerst lukrativen Sub-Labels Essentials und Athletics ausgeweitet.
Zwar lehnte ein Sprecher von Fear of God weitere Details dazu ab, wer nach Daguzans sofortigem Ausstieg konkret die Unternehmenssteuerung übernehmen wird, doch deutet alles darauf hin, dass Lorenzo seinen Einfluss auf die übergeordnete Vision und Umsetzung des Labels weiter verstärkt.



















