Mercedes will sich 24-Prozent-Anteil am Alpine-F1-Team sichern
Flavio Briatore bestätigt: Die deutsche Marke liefert sich ein Bieterrennen mit einer mit Christian Horner verbundenen Investorengruppe um den Anteil von Otro Capital.
Überblick
- Flavio Briatore hat bestätigt, dass Mercedes zu den potenziellen Käufern gehört, die eine 24-prozentige Beteiligung am BWT Alpine F1 Team anpeilen.
- Die Anteile werden derzeit von der in den USA ansässigen Investmentfirma Otro Capital gehalten, die ihren Anteil 2023 erworben hat.
- Zu den weiteren Interessenten zählt eine mit dem ehemaligen Red-Bull-Teamchef Christian Horner verbundene Investorengruppe.
Mercedes ist offiziell im Rennen um eine 24-prozentige Minderheitsbeteiligung am BWT Alpine F1 Team. Das prominente Interesse wurde von Alpine-Berater Flavio Briatore am Wochenende des Großen Preises von China bestätigt. Bislang im Besitz der in den USA ansässigen Private-Equity-Gesellschaft Otro Capital – Teil eines Investmentkonsortiums aus dem Jahr 2023 gemeinsam mit Maximum Effort Investments und RedBird Capital Partners – sind die Anteile nun auf dem Markt und lösen ein Bietergefecht unter den Schwergewichten des Motorsports aus.
Briatore stellte ausdrücklich klar, dass die laufenden Verhandlungen ausschließlich mit Mercedes als Unternehmen geführt werden – und nicht mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff in persönlicher Funktion. Laut dem Alpine-Berater stehen derzeit drei oder vier potenzielle Käufer bereit, um den Deal für die Otro-Anteile abzuschließen, wobei Briatore Gerüchte, er selbst würde in das Team einsteigen, entschieden zurückwies.
Für zusätzliches Feuer in der Gerüchteküche sorgt eine mit dem ehemaligen Red-Bull-Teamchef verbundene Investorengruppe, Christian Horner hat ebenfalls großes Interesse an der 24-Prozent-Beteiligung signalisiert. Während die anstehende Neuausrichtung der Investoren das Fahrerlager aufmischt, wird die Renault Group weiterhin ihre 76-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Alpine-Operation halten. Trotz der möglichen Doppelrolle, in der Mercedes bis 2030 Motoren an Alpine liefert und zugleich Anteilseigner ist, winken Rivalen wie Audi-Teamchef Jonathan Wheatley bei ernsthaften Interessenkonflikt-Sorgen bislang ab.


















