J. Cole nennt die öffentliche Drake‑Kritik eine „widerliche“ Kampagne
Der North-Carolina-Lyriker spricht im neuen Gespräch mit Cam’ron über den Hip-Hop-Bürgerkrieg und die Nachwirkungen des Beefs zwischen Drake und Kendrick Lamar.
Zusammenfassung
- J. Cole hat sich zu den kulturellen Nachwirkungen des explosiven Beefs zwischen Drake und Kendrick Lamar geäußert.
- Bei einem Auftritt in Cam’rons Podcast kritisierte Cole die polarisierende, fast schon politisch anmutende Lagerbildung unter Rap-Fans.
- Der Dreamville-Gründer bezeichnete die Welle an Kritik gegen Drake als koordinierte Kampagne, die darauf abziele, sein musikalisches Vermächtnis zu demontieren.
J. Cole stellt sich klar gegen den Opportunismus rund um den historischen Beef zwischen Drake und Kendrick Lamar und bezeichnet die überwältigende öffentliche Gegenreaktion gegen den OVO-Frontmann als einfach nur „widerlich“.
Bei einem mit Spannung erwarteten Auftritt in Cam’rons Talk With Flee-Podcast gewährte der Rapper aus North Carolina einen offenen Blick auf den jüngsten „Bürgerkrieg“ im Hip-Hop. Mit Blick auf die polarisierende Dynamik des Konflikts verglich Cole die kulturelle Spaltung mit der heutigen Politik und stellte fest, dass Fans sofort gezwungen waren, sich klar zu positionieren. „Von Anfang an wurde die Welt wie Politik“, sagte Cole zu Cam. „Entweder du bist Demokrat oder Republikaner, entweder Kendrick oder Drake – und du musst eine Seite wählen. Und ich war gefühlt der Typ, der von beiden Seiten angeekelt war.“
Cole verwies dabei vor allem auf den Umgang mit Drake nach dem Schlagabtausch und prangerte das an, was er als koordinierte Aktion versteht, um eine legendäre Ära kleinzureden. Er fuhr fort: „Für mich ist es einfach widerlich, wie Leute diese Gelegenheit nutzen, um entweder endlich zu zeigen, wie sie sich die ganze Zeit über Drake gefühlt haben, oder einfach mit draufzuhauen, diesen Typen fertigzumachen und eine Story zu kreieren, als wäre er nicht großartig.“
Trotz seiner klaren Verteidigung seines „First Person Shooter“-Kollaborateurs betonte Cole, dass er in Bezug auf seine persönlichen Freundschaften mit beiden Rappern „am selben Punkt“ stehe. „So nach dem Motto: Yo, ich liebe diese Typen wirklich, aber ich werde nicht so tun, als hätten wir ständig Kontakt und würden andauernd reden. Ich habe nach dem ganzen Drama mit beiden gesprochen, aber es ist nicht viel. Das ist eher ich, der nicht weiß, wo sie gerade stehen. Ich, der sich vielleicht seinen Teil denkt, weil ich x-y-und-z gehört habe – aber das hat nichts damit zu tun, wie ich wirklich fühle“, erklärte er.
Cole ergänzte: „Ich liebe diese Typen wirklich. Ich will denen manchmal einfach nur ’ne Nachricht schicken, weißt du, was ich meine? Selbst das am Mic zu sagen, ist für mich irgendwie lame, aber es ist meine Wahrheit.“
Das vollständige Gespräch soll am 24. März in Cam’rons Talk With Flee-Podcast erscheinen, wo die beiden auch über Cams laufende Klage gegen Cole sprechen werden.
Diesen Beitrag auf Instagram ansehen



















