Mission Briefing: Codename „ISS“ – Exklusiver Einblick ins ASICS Institute of Sport Science

Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der ASICS Forschungsstätte in Japan – wo Hightech auf SportStyle trifft.

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Willkommen im ASICS Institute of Sport Science (ISS) in Kobe. Das hier ist kein gewöhnliches Labor, sondern ein gesicherter F&E-Bunker, der sich ganz der „human-centric science“ verschrieben hat. Das Ziel ist klar: menschliche Bewegung rückwärts zu entschlüsseln, um Technologien zu entwickeln, die maximale sportliche Performance freisetzen – und zu zeigen, wie all das in ASICS SportStyle einfließt, wo die gewonnenen Daten auf Lifestyle-Sneaker für den Alltag übertragen werden. Hypebeast gehörte zu den ersten Journalist:innen, die einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen durften.

Gegründet 1985 und seit 1990 am heutigen Standort im Nishi Ward voll in Betrieb, fungiert das ISS als zentrales Hub für sämtliche ASICS-Innovationen. Das Institut ist ein in sich geschlossener Forschungskomplex, der einzigartig darin ist, alle Phasen des F&E-Zyklus intern abzudecken – von der ersten Analyse der Rohmaterialien bis hin zum finalen Produkttest.

Im Inneren bildet ein Biomechanics Lab das Herzstück des Geschehens. ASICS Expert:innen nutzen hochentwickelte Bewegungsanalyse-Systeme, um jede Aktion von Athlet:innen zu quantifizieren: Schritt, Frequenz, Stabilität. Dafür werden sie mit Dutzenden Motion-Capture-Markern ausgestattet, während Highspeed-Kameras und Kraftmessplatten jede Bewegung erfassen – es entstehen Terabytes an Daten, die direkt ausgewertet werden. Auf dieser Basis werden Materialien und Strukturen von Grund auf neu designt – mit dem klaren Ziel, Performance zu steigern und Ausfälle (Verletzungen) zu minimieren. Die Einrichtung ist mit einer Fülle hochspezialisierter Instrumente ausgestattet, die darauf ausgelegt sind, menschliche Leistungsfähigkeit unter extremster Belastung messbar zu machen. Und zu denken, dass all das mit einem Oktopus-Salat begann.

Kihachiro Onitsuka, der Gründer der Firma, aus der später ASICS werden sollte, fand 1951 eine völlig unerwartete Inspirationsquelle für seinen ersten Basketballschuh. Beim Essen eines in Essig marinierten Oktopus-Salats bemerkte er, wie ein Stück hartnäckig an der Schale haften blieb – der Auslöser für eine Eingebung rund um überlegene Bodenhaftung.

Der daraus entstandene Schuh hatte eine Sohle mit kleinen Vertiefungen, die den Saugnäpfen eines Oktopus-Tentakels nachempfunden waren. Dieser innovative „Suction Cup Basketball Shoe“ verbesserte die Start-, Stopp- und Drehbewegungen der Spieler:innen auf dem Court drastisch – ein entscheidender Vorteil in einem so schnellen Spiel. Zwar verfügte der erste Prototyp über zu viel Bremskraft, doch nach Feinabstimmungen entstand ein erfolgreiches Modell. Dieses frühe Design, geboren aus einem Moment beim Abendessen, legte den Grundstein für das beständige Bekenntnis des Unternehmens zu sportlicher Innovation.

Die Arbeit im ISS ist für nahezu alle wegweisenden, performance-definierenden Technologien von ASICS verantwortlich – patentierte Durchbrüche, die aus jahrzehntelanger Forschung hervorgegangen sind. Eine der wichtigsten Entdeckungen ist das GEL-Dämpfungssystem, das insbesondere in der ASICS SportStyle Division für den Alltagsgebrauch eingesetzt wird. Erstmals 1986 in ASICS-Sneaker integriert, wird das GEL-Material im ISS kontinuierlich weiterentwickelt. Seine Aufgabe: die enormen vertikalen Aufprallkräfte beim Laufen zu absorbieren und horizontal zu verteilen – und so die Belastung auf Gelenke und Weichteile der Athlet:innen drastisch zu reduzieren.

Über die Biomechanik hinaus nutzt das ISS spezialisierte Umwelt-Testkammern. Ein Weather Simulator kann Temperatur und Luftfeuchtigkeit präzise steuern und ermöglicht Tests unter extremsten Wettkampfbedingungen – von der flirrenden Hitze eines Sommermarathons bis zur kalten, feuchten Atmosphäre eines Cross-Country-Rennens.

Außerdem kommen Robotik-Simulationen zum Einsatz, um die Haltbarkeit eines Schuhs zu testen. Ein sogenannter outsole durability evaluation robot – ein Roboterarm, an dem ein Schuh befestigt ist – simuliert den präzisen, wiederholten Aufprall eines menschlichen Laufzyklus. So werden unterschiedliche Geschwindigkeiten, Gewichte (bzw. Druck) und Laufuntergründe nachgestellt und Daten über Hunderte von Meilen erzeugt – in einem Bruchteil der Zeit, die menschliche Läufer:innen dafür, zwei bis drei Monate lang, benötigen würden. Ein essenzieller Baustein im human-centric Designprozess, der sicherstellt, dass Schuhe dank rigoroser wissenschaftlicher Analyse höchste Ansprüche an Performance und Langlebigkeit erfüllen.

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Ich bin gar kein Profi – was habe ich davon?“ Genau hier kommt ASICS SportStyle ins Spiel, eine Division, die sich auf Schuhe konzentriert, die die ikonischen Performance-Designs und Technologien von ASICS (allen voran das GEL-Dämpfungssystem) mit modernen, lifestyle-orientierten Ästhetiken verbinden – maßgeschneidert für modisch orientierte Looks im Alltag.

Bis heute zeichnet das eher im Verborgenen agierende Team von ASICS SportStyle für viele der aktuellen Go-to-Sneaker verantwortlich, die konstant gefragt sind und ständig in neuen Collabs auftauchen: von der GEL-KAYANO-Serie (insbesondere 14 und 20 – ersterer mit Kollaborationen mit JJJJound und Kith, letzterer mit Cecilie Bahnsen), über die 2023er Silhouette GEL-NYC, die als kollaboratives Modell mit AWAKE NY gelauncht wurde und seither ein Fan-Favorit ist, bis hin zu „off-planet“ und experimentelleren Modellen wie GEL-KIRIL und GEL-STYRAX, die von Kiko Kostadinov in seiner ASICS NOVALIS Linie adaptiert wurden – sie alle haben Sneakerkultur nachhaltig geprägt.

Kurz gesagt: ASICS SportStyle hat Komfort cool gemacht.

Im Gespräch vor Ort mit dem ASICS SportStyle Team über ihren Ansatz zu Kollaborationen und deren Bedeutung reflektiert Alvaro Moreno de la Cruz, Global Head of Marketing, SportStyle: „Wir haben immer an die Kraft von Partnerschaften geglaubt, aber heute mehr denn je achten wir sehr genau darauf, wie wir Kollaborationen angehen und mit wem wir sie eingehen. Kollaborationen bei ASICS bedeuten nicht, Trends hinterherzulaufen, sondern gleichgesinnte kreative Kräfte zu finden, die unsere Werte verstehen und unsere Vision teilen, einzigartige, hochwertige Produkte zum Leben zu erwecken. Die Magie entsteht, wenn wir im kreativen Prozess gemeinsam wachsen – es ist ein echtes Win-win, bei dem beide Partner sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen antreiben.“

Ergänzend dazu kommentiert Ryan Cua, Global Head of Collaborations, mit Blick auf ihren geschätzten, inspirierenden Langzeitpartner: „Kiko Kostadinov hat maßgeblich dazu beigetragen, neu zu definieren, was eine Sneaker-Kollaboration sein kann, und sein Einfluss ist zu einem integralen Bestandteil der DNA von ASICS SportStyle geworden. Blickt man auf seine vergangenen Projekte, so sind viele davon außergewöhnlich gut gealtert und haben nicht nur die Zukunft unserer Marke, sondern der gesamten Footwear-Industrie mitgeprägt. Styles wie die GEL-KIRIL-Serie und GEL-QUANTUM LEVITRACK sind Beispiele für Produkte, die Grenzen verschoben haben und sich bis heute relevant anfühlen. Wir sind gespannt auf das, was kommt – darunter kommende tabi-Releases, ASICS NOVALIS, OTTO958 und mehr.“

Letztlich ist das ISS weit mehr als nur ein Testgelände – hier wird die Verbindung zwischen Wissenschaft und Spitzensport geschmiedet. Jedes neue Piece wird in den Händen von Elite-Athlet:innen zur geheimen Waffe, und jede neue Datenspur dient dazu, den Alltag für alle ein Stück besser zu machen.

Für die ASICS Expert:innen ist die Arbeit hier unerbittlich, die Erkenntnisse streng vertraulich – und das Ziel bleibt stets, einen unschlagbaren Vorsprung zu liefern. Ihre Mission, sollten sie sich ihr stellen: die nie endende Suche nach der Freisetzung maximaler sportlicher Leistungsfähigkeit – ganz im Sinne der Gründungsphilosophie des Unternehmens: Anima Sana In Corpore Sano (ASICS) – A Sound Mind in a Sound Body.

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