Bottega Veneta im Umbruch: CEO wechselt zu Moncler
Bartolomeo „Leo“ Rongone wird seinen Posten bei der zum Kering‑Konzern gehörenden Marke zum 31. März 2026 nach sechs Jahren an der Spitze offiziell niederlegen.
Zusammenfassung
- Bartolomeo „Leo“ Rongone verlässt Bottega Veneta, um ab dem 1. April 2026 als CEO bei Moncler anzutreten.
- Moncler gewinnt eine profilierte Führungspersönlichkeit, während Ruffini seinen Fokus stärker auf kreative Vision und Markenstrategie legt.
- Bottega Veneta sucht eine neue CEO-Spitze und treibt seinen Kurs des „ruhigen Luxus“ trotz Branchenflaute konsequent weiter voran.
Bartolomeo „Leo“ Rongone, derzeit CEO von Bottega Veneta, wird sein Amt zum 31. März 2026 niederlegen, um ab dem 1. April 2026 die Rolle des CEO bei Moncler zu übernehmen. Dieser Schritt folgt auf Rongones sechsjährige Amtszeit bei dem zu Kering gehörenden Haus, in der ihm zugeschrieben wird, die Marke durch eine Phase tiefgreifender kreativer Transformation und markanter kommerzieller Expansion geführt zu haben. Ruffini, der Moncler 2003 übernahm und zu einem globalen Powerhouse formte, bezeichnete die Berufung Rongones als „zukunftsgerichtete Entscheidung“, die darauf abzielt, die Konzernstruktur zu stärken und das Unternehmen auf einen späteren Generationswechsel vorzubereiten.
Für Moncler markiert die Berufung eines erfahrenen Managers wie Rongone einen weiteren Schritt hin zu einer noch professionelleren Führungsstruktur, während sich das Haus jenseits seines Kernsegments High-End-Outerwear auf eine umfassendere „neue Entwicklungsphase“ ausrichtet. Mit Rongone an der operativen Spitze kann Ruffini seinen Fokus auf die kreative Ausrichtung und die strategische Vision der Marke schärfen – und damit voraussichtlich sicherstellen, dass Moncler sein technisches Erbe weiterhin souverän mit seinen High-Fashion-„Genius“-Kollaborationen ausbalanciert.
Derweil steht Bottega Veneta unter seinem Mutterkonzern Kering an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die Suche nach Rongones Nachfolge bereits läuft, dürfte die Marke ihr Momentum wahren, indem sie ihren Anspruch auf „ruhigen Luxus“ und ihr kunsthandwerkliches Ledererbe noch stärker in den Vordergrund rückt. Beide Häuser bewegen sich in einem Umfeld branchenweiter Abkühlung – und diese Personalrochade deutet auf einen strategischen Kurs in Richtung größerer operativer Agilität und langfristiger Markenstabilität hin.



















