Supreme-Co-Sign für fakemink: Das perfekte Full-Circle-Finale seines kometenhaften Jahres

Wie der Rising Star es vom Rappen über High Fashion zum neuen Gesicht an der Spitze der Szene geschafft hat.

Musik
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fakemink wusste schon immer, dass er für Großes bestimmt ist. Entweder das – oder er ist einfach der beste Manifestor seines Zeitalters.

Der aufstrebende, 20-jährige UK-Artist hat bereits etliche Lines über High Fashion gedroppt und dabei Ann Demeulemeester, Givenchy, Louis Vuitton, Valentino und Alexander McQueen zitiert – um nur ein paar zu nennen.

Zwei ganz bestimmte kreative Fixpunkte, die den inzwischen fast Mainstream-angehauchten Musiker durch seinen kometenhaften Aufstieg begleiten? Hedi Slimane und Supreme.

Auf zwei seiner Breakout-Tracks – „MAKKA“ mit Ecco2k und Mechatok und der ursprünglichen Solo-Version „Snow White“ – rappt er dieselbe hypnotische Hook: „I’m only twenty, but it feels like plenty / Man, I still get blown, but I don’t sip Henny / I’m layin’ in the back of the Maybach Benny / 2025, yeah, my jeans still Hedi.“

„MAKKA“ kam im Mai, „Snow White“ im Juli – und im August stand fakemink dann selbst vor der Linse von Slimane für ein Cover desThe FaceMagazins.

Supreme hat ebenfalls seinen Weg in die Kunst des Rappers gefunden – ein Kernthema in seinen alten Twitch-Streams. Einmal sprach er darüber, wie immer mehr Leute zu Mitläufer-Fans der Streetwear-Brand wurden, während er sich selbst als OG-Supporter abgrenzte.

Gestern bekam dieser OG-Supporter ein offizielles Co-Sign vom Label selbst und führte Supremes aktuelles Lookbook zur Kollaboration mit True Religion an.

Würde jede Person, die über Supreme rappt oder labert, am Ende in einer Kampagne landen, hätten wir deutlich weniger besch*ssene Rapper und deutlich mehr mittelmäßige Models. In einem mustergültigen „Breakout-Jahr“, gespickt mit Big-Name-Co-Signs, wirkt das Supreme x True Religion-Lookbook wie ein märchenhaftes Full-Circle-Finale der vergangenen zwölf Monate – und könnte genau das sein, was fakeminks Status als Rising Star im eher mainstreamigen kulturellen Bewusstsein zementiert.


Januar

Er läutete 2025 mit „Kacey Lola“ ein, gefolgt von „War Clothes“ und „Easter Pink“. Letzterer erwies sich als entscheidender Moment in seiner globalen Laufbahn und definierte zugleich seinen von Electroclash durchzogenen Ansatz an Hip-Hop – nostalgisch im Blog-Ära-Sound, aber getragen von einem lyrischen Braggadocio, wie es nur ein angehender Star haben kann. Produziert vom Surf-Gang-affiliierten Producer-Duo Suzy Sheer heimste der Track starke Kritiken ein und wurde von „Receipt“ und „I’m Dead“ abgelöst – ein High-Octane-Bloghouse-Start ins Jahr.

Februar

Anfang Februar erschien EsDeeKids „LV Sandals“, auf dem fakemink als Feature neben dem UK-Underground-Pionier Rico Ace zu hören ist. Der Track verzeichnet aktuell über 44 Millionen Streams auf Spotify. Der Solo-Cut „Face to Face“ rundete den Monat ab.

März

Im März erschien „Milk.“

April

Und im April folgte „Music and Me.“

Mai

Der Mai war „MAKKA“-Month – ein weiterer Fixpunkt in fakeminks Laufbahn, der seinen Namen auf noch mehr „Artists to Watch“-Listen meißelte. „MAKKA“ war ein gemeinsamer Triumph der drei Euro-Underground-Kings: mink, Ecco2k und Mechatok.

Juni

Exklusiv auf YouTube veröffentlichte er den selbstproduzierten Track „Crying“ und unterstrich damit erneut seine künstlerische Vielseitigkeit.

Juli

Auf „Crying“ folgte ein weiteres self-produced Release, „Same Mistakes“. Doch das, was den Juli wirklich definierte, dürfte bis heute sein größter Moment sein: fakemink stand in seiner Heimatstadt mit Drake auf der Bühne. The Boy holte ihn während seines Headliner-Sets beim Wireless Festival heraus – gemeinsam performten sie „LV Sandals“ vor einem ausverkauften Publikum. Außerdem traf er beim Festival auf Yeat und stellte „Snow White“ auf die Streaming-Plattformen.

August

Seine Streaming-Releases setzte er mit „Braces“ fort.

September

Während der New York Fashion Week spielte fakemink eine ausverkaufte Show in NYC. Außerdem landete er ein begehrtes Co-Sign von niemand Geringerem als Frank Ocean, der ihn auf seiner @blonded-Instagram-Story featurte.

Oktober

Der vergangene Monat hatte es in sich, denn immer mehr Leute sprangen auf seinen selbsternannten „dirty luxury“-Style an. Er ließ zwei Tracks droppen, die beide im Eiltempo Wellen schlugen – „Look At Me“ und „Fidelio“ – und absolvierte eine Reihe kollaborativer Side-quests. Er zeigte Präsenz bei einem von Yung Leans DJ-Sets in Los Angeles, linkte sich mit A$AP Rocky und stand mit Playboi Carti während dessenAntagonist 2.0LA-Stop auf der Bühne. Fans bemerkten, dass Carti fakemink ein paar Tage zuvor auf Instagram gefolgt war.

November

Bisher hat er sich diesen Monat bereits mit Pusha T und Malice sowie Aziz Ansari zusammengetan und ein Co-Sign von Destroy Lonely eingesackt.


Scrollt man einmal durchr/fakeminkoder durch eine der hingebungsvollen Archiv-Instagram-Pages des Musikers, stößt man schnell auf Debatten über „newgen“- versus „oldgen“-fakemink-Fans. Die „oldgen“- oder Day-1-Fans (aka glorifizierte Gatekeeper) pochen auf ihre early Love für den Artist – so sehr, wie fakemink einst zu Supreme stand –, während „newgen“-Fans argumentieren, dass sie nicht nur auf das alt-IYKYK-Image aus sind, das es mit sich bringt, fakemink auf der Playlist zu haben.

Doch je weiter sein Stern steigt – und je weiter sich sein Sound-Universum ausdehnt –, desto unmöglicher wird es, ihn länger zu gatekeepen. Das Jahr ist noch nicht vorbei, und wenn man sich anschaut, wie mink sich bewegt, sind die verbleibenden sechs Wochen mehr als genug Zeit, um die Nadel erneut zu bewegen. Vielleicht ist Louis Vuitton ja als Nächstes dran …

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