Meguru Yamaguchis „VORTEX“ verschlingt ganz Ginza
Nach 19 Jahren in New York kehrt der in Tokio geborene Künstler mit einem monumentalen neuen Werk nach Japan zurück, das mitten im Straßenbild von Ginza entstand.
Zusammenfassung
Meguru Yamaguchi kehrt nach 19 Jahren in New York nach Japan zurück – mit seiner ersten großen Ausstellung in der Heimat.
VORTEX rückt ein 4,6 Meter großes Werk in den Mittelpunkt, das von den verdrehten Bäumen in Sedona und einer neuen Spin-Technik inspiriert ist.
Öffentlich in Ginza entstanden, wurde die Ausstellung bis zum 4. September verlängert.
Nach fast zwei Jahrzehnten in New York ist Meguru Yamaguchi nach Japan zurückgekehrt – mit etwas, das er sich beweisen will.
Seine jüngste Ausstellung VORTEX bespielt CALEIDO GINZA THE HUB mit einem monumentalen neuen Werk von 4,6 Metern Höhe. Die ursprünglich am 25. Juli eröffnete Schau wurde nun bis zum 4. September verlängert.
Für Yamaguchi ist diese Rückkehr in die Heimat nicht frei von Reibung. Der Künstler traf auf eine japanische Kunstlandschaft, in der kommerzieller Druck kleinere, leichter verkäufliche Arbeiten begünstigen kann. Statt sich dieser Realität anzupassen, wollte er mit seiner ersten großen Ausstellung seit der Rückkehr aus Brooklyn entschieden den entgegengesetzten Weg einschlagen.
Der Maßstab speist sich aus seinen 19 Jahren in New York: Begegnungen mit monumentalen Werken von Frank Stella, Gerhard Richter und Katharina Grosse prägten sein Verständnis davon, wie Kunst mit der Energie einer Stadt interagieren kann. Besonders verweist er auf den Eindruck, den Kristin Bakers Arbeiten bei Deitch Projects auf ihn machten – ein Erlebnis, das er für das Publikum in Ginza nachempfinden lassen wollte.
Im Zentrum der Ausstellung steht VORTEX, ein hoch aufragendes abstraktes Werk, inspiriert von den verdrehten Bäumen, denen Yamaguchi in Sedona, Arizona, begegnete. Ihre spiralförmigen Formen brachten ihn dazu, eine neue Spin-Technik zu entwickeln, die auf der physischen Kraft der Rotation beruht. So entstand ein Werk, das die Betrachtenden allein durch Größe und Bewegung umhüllen soll.
Die letzten Produktionsschritte wurden einen Monat lang öffentlich hinter der Glasfassade des Veranstaltungsorts ausgeführt, sodass Passant:innen von den Straßen Ginzás aus verfolgen konnten, wie das Werk Gestalt annahm. Für Yamaguchi wurde das Viertel selbst Teil des Projekts: Seine Konzentration von Handel, Begehren und Bewegung floss in die Idee des Vortex ein.
Die Ausstellung markiert zugleich den Start des CALEIDO ART PROJECT, einer neuen Initiative von Nisso Building und CEO Takayuki Onishi. Gemeinsam mit Künstler:innen sollen ortsspezifische Arbeiten und neue kulturelle Begegnungsorte in der ganzen Stadt entstehen.
Begleitend zur Ausstellung sind zudem exklusive Ausstellungsartikel sowie ein 15-minütiger Dokumentarfilm über den Produktionsprozess vor Ort zu sehen. VORTEX ist im CALEIDO GINZA THE HUB in Tokio noch bis zum 4. September 2026 zu sehen.
CALEIDO GINZA THE HUB
1F Nisso 26 Ginza Building
5-11-12 Ginza, Chuo-ku
Tokio 104-0061
Japan



















