David Ellison droht mit Verlagerung von Paramount aus Kalifornien wegen Kartellklage
Der Manager warnt vor einem Rückzug aus dem Golden State zum 1. Oktober, falls keine Einigung zur Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery erzielt wird.
Zusammenfassung
Paramount Skydance CEO David Ellison informierte Führungskräfte, dass das Unternehmen ab dem 1. Oktober beginnen werde, seine Aktivitäten aus Kalifornien zu verlagern, sofern eine kartellrechtliche Klage nicht beigelegt wird.
Kaliforniens Attorney General Rob Bonta kritisierte die Umzugsdrohung als Versuch, den Bundesstaat zu erpressen, damit er der Warner Bros. Discovery‑Fusion zustimmt.
Der geplante Schritt soll sogenannte „ticking fees“ von 7 Millionen USD pro Tag ausgleichen, die ab Oktober an die WBD‑Aktionäre fällig werden, falls der Deal weiter auf Eis bleibt.
Paramount-Manager David Ellison bereitet sich darauf vor, ab dem 1. Oktober 2026 Unternehmensbereiche aus Kalifornien zu verlagern – sollte der Bundesstaat nicht bereit sein, über einen Vergleich in der Kartellklage zu verhandeln, die die Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery blockiert. Nach Zustimmung des Vorstands von Paramount Skydance bestätigte Ellison den Notfallplan gegenüber der Konzernführung.
Die Verlagerungsstrategie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Paramount ab dem 1. Oktober eine täglich anfallende Zahlung an die Aktionär:innen von Warner Bros. Discovery leisten muss: 7 Millionen US-Dollar pro Tag, bis die Transaktion abgeschlossen ist. Da der Prozess in der Klage der Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten erst für den 2. März 2027 angesetzt ist, könnte ein langwieriges Verfahren Paramount mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar kosten. Ellison zeigt sich zwar zuversichtlich, dass das Unternehmen vor Gericht obsiegen wird, doch die Verlegung der Zentrale in Los Angeles und der Studiobetriebe in Bundesstaaten wie Georgia, Texas oder Tennessee soll die langfristigen Betriebskosten senken.
Als Reaktion auf die Ankündigung verurteilte Kaliforniens Justizminister Rob Bonta die Strategie öffentlich. Den möglichen Rückzug bezeichnete er als Versuch, den Bundesstaat zu erpressen, damit dieser einem rechtswidrigen Deal zustimmt. Bonta betonte, dass jede akzeptable Maßnahme zur Einstellung der Klage strukturelle Veräußerungen erfordere; bloße Verhaltenszusagen reichten nicht aus.
Kommt es zwischen Paramount und dem Bundesstaat zu keiner Einigung, wird der Medienkonzern ab dem 1. Oktober 2026 seinen mehrjährigen Plan zur schrittweisen Verlagerung der Geschäftsaktivitäten aus Kalifornien in die Wege leiten.



















