Künstler*innen entwerfen in „Cataclysm of Binary Star Systems“ ein Leben nach der Erde
Außerweltliche Werke, die fragen: Was passiert, wenn die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr bewohnbar ist?
Zusammenfassung
Noch bis zum 29. August in der New Yorker Galerie Nunu Fine Art zu sehen, versammelt die Schau aufstrebende Künstler*innen aus Asien, Lateinamerika und ihren Diasporas und greift auf die reichen astronomischen Mythologien beider Regionen zurück.
Indem sie Parallelen zwischen der traditionellen chinesischen Astronomie und vorspanischen lateinamerikanischen Vorstellungen vom Kosmos zieht, betrachtet die Ausstellung Technologie, Mythologie und kollektives Gedächtnis als Gefäße des Überlebens.
Am Ende stellt die Schau die Frage, was die Menschheit mit sich nehmen würde, wenn sie gezwungen wäre, noch einmal von vorn zu beginnen.
Was passiert, wenn die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr bewohnbar ist? The Cataclysm of Binary Star Systems, die erste Ausstellung der 603 Arts Foundation, denkt diese Frage über die Erde hinaus weiter und entwirft eine Zukunft, in der die Menschheit das Vertraute hinter sich lassen und zwischen den Sternen nach einem Neuanfang suchen muss.
Die Gruppenausstellung ist bei Nunu Fine Art in New York zu sehen und versammelt aufstrebende Künstler*innen aus Asien, Lateinamerika und ihren Diasporas. Sie schöpft aus den reichen astronomischen Mythologien beider Regionen. Am Anfang steht eine Katastrophe: Ein kleinerer Stern entzieht der Sonne langsam ihre Atmosphäre, wodurch die Erde schließlich unbewohnbar wird und die verbliebenen Überlebenden ins Ungewisse aufbrechen müssen. Doch die kosmische Erzählung handelt weniger von Science-Fiction als von unserer Gegenwart: Interstellare Reisen dienen als Metapher für Vertreibung, Unsicherheit und die Möglichkeit eines Neuanfangs.
In der gesamten Ausstellung verwischen organische Materialien und außerweltliche Formen die Grenzen zwischen Archaischem und dem, was einer fernen Zukunft anzugehören scheint. Danni Huangs Bonsai root und Tail stone verbinden vergängliche Naturmaterialien mit geformtem Kunstharz. So entstehen fremdartige Objekte, die zugleich ausgegraben und gerade erst geformt wirken. María-Elena Pombos Unweaving the Starches of Abya Yala (Starches of Anya Yala) lässt Stränge aus Maniokstärke, Mais, Kartoffeln und Braunalgenextrakt von einer Metallkonstruktion herabhängen. Rithika Merchants detailreiche Stickerei zeigt einen surrealen Baum, der aus zwei Figuren unter einem Sternbild wachsamer Augen wächst – neben zahlreichen weiteren Arbeiten.
Letztlich wirft die Ausstellung die Frage auf, was die Menschheit mitnehmen würde, wenn sie gezwungen wäre, noch einmal von vorn zu beginnen. Mit Parallelen zwischen traditioneller chinesischer Astronomie und präkolumbischen lateinamerikanischen Vorstellungen vom Kosmos versteht The Cataclysm of Binary Star Systems Technologie, Mythologie und kollektive Erinnerung als Träger des Überlebens.
Die Schau sei „ein Portal zum Schicksal der Menschheit, das auf Neugier und dem Versprechen eines Lebens jenseits dessen gründet, was wir kennen – trotz aller Ängste vor dem Unerklärlichen und Unerforschten“, erklärte die Galerie in einem Statement. The Cataclysm of Binary Star Systems ist noch bis zum 29. August bei Nunu Fine Art New York zu sehen.
Nunu Fine Art
381 Broome St.
New York, NY 10013



















