Zach Cregger und Warner Bros. machen aus YouTube-Horror-Kurzfilm „Siren Head“ Hollywoods nächste virale Grusel-Wette
Brian Duffield inszeniert den aus einem Meme entstandenen Spielfilm, während Studios weiter dem „Backrooms“- und „Obsession“-Publikum nachjagen.
Zusammenfassung
Warner Bros. hat in einem Bieterwettstreit die Rechte an „Siren Head“, der viralen Internet-Horrorfigur des Künstlers Trevor Henderson, gewonnen.
Brian Duffield führt Regie nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit „Weapons“-Filmemacher Zach Cregger schreibt.
Der Deal markiert den nächsten großen Studio-Schritt, internet-native Horrorstoffe ins Kino zu bringen – nach den Erfolgen von „Backrooms“ und „Obsession“.
Weapons-Regisseur Zach Cregger tut sich mit Filmemacher Brian Duffield fürSiren Head, einen Horrorfilm von Warner Bros., der auf der viralen Internet-Urban-Legend des Künstlers Trevor Henderson basiert. Duffield führt Regie nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Cregger schreibt, nachdem Warner Bros. sich das Projekt in einem Bieterwettstreit um die Rechte an einer der im Netz bekanntesten modernen Horrorfiguren gesichert hat.
Der Deal wirkt weniger wie ein einmaliger IP-Schnellschuss und vielmehr wie das nächste Kapitel in einem sich abzeichnenden Trend. Hollywoods Jagd nach internet-nativen Horrorstoffen beschleunigte sich nach A24sBackrooms, das für den 20-jährigen Regisseur Kane Parsons zum Hit wurde, der das Konzept ursprünglich auf YouTube entwickelt hatte. Auf diesen Erfolg folgte schnellObsession, ein weiterer aktueller Horrorerfolg des 26-jährigen Curry Barker, dessen eigene Filmkarriere ebenfalls auf dieser Plattform begann. Beide Filme bestätigten, worauf Studios seit Jahren gehofft hatten: dass im Netz geborene Horrormythen an der Kinokasse sehr wohl funktionieren können, wenn die richtigen Filmemacher dahinterstehen.
Siren Head fügt sich in diese Linie ein und deutet gleichzeitig auf eine leichte Neukalibrierung des Modells hin. Henderson erschuf die Figur als vom Internet befeuerte Urban Legend: einen geheimnisvollen Jäger mit zwei Sirenen als Kopf und langem, schmalem Körper – ein Design, das sich seither zu einem der meistgeteilten Horrorkonzepte der Onlinekultur entwickelt hat. WährendBackrooms die Zügel beim Originalschöpfer beließ, verbindet Warner Bros. Hendersons Welt stattdessen mit zwei etablierten Kinoschaffenden und positioniert das Projekt damit eher als Brücke zwischen internet-nativer Horror-IP und klassischem Studio-Kino, statt als direkte Fortsetzung der DIY-Ursprünge des Memes.
Die Gen-Z-Gleichung, die diesem Deal zugrunde liegt, leistet im Hintergrund Schwerstarbeit. Aktuelle Studien zeigen, dass Gen Z inzwischen Hollywoods verlässlichstes Publikum ist, häufiger ins Kino geht als Millennials und die Besucherzahlen von Gen X und Boomern deutlich übertrifft. Studios stellen ihre Produktionspläne zunehmend auf diese demografische Realität ein – und internet-native Horrorstoffe haben sich als einer der zuverlässigsten Wege erwiesen, diese Zielgruppe zu erreichen, mit einer eingebauten Bekanntheit, die jeder Marketingausgabe vorausgeht.



















