Vivienne Westwood FW26 Kampagne: Italienischer Punk trifft auf Eleganz der Alten Welt
Fotografiert vom langjährigen Weggefährten Juergen Teller im historischen Showroom von Belloni.
Zusammenfassung
Juergen Teller inszeniert die Vivienne Westwood FW26-Kampagne im historischen Belloni-Showroom in Italien.
Die Bildsprache stellt geschnürte Knitwear und Mäntel aus Harris Tweed opulenten Möbeln im Stil des Rokoko-Revival gegenüber.
Ein diverser Cast von streetgecasteten Models wird von der italienischen Kultikone Ilona „Cicciolina“ Staller gekrönt.
Die Vivienne-Westwood-Kampagne für Herbst/Winter 2026, fotografiert vom langjährigen Weggefährten Juergen Teller, entstand im prachtvollen Showroom von Belloni, einem familiengeführten italienischen Hersteller von Schränken und Möbeln, der vor über 150 Jahren in Barlassina gegründet wurde. Kreativdirektor Andreas Kronthaler entschied sich für diesen Ort, nachdem er die legendären Kunsthandwerker besucht hatte: Die opulenten Kulissen spiegeln sein heutiges Leben in Mailand und Italien wider. Trotz der Herausforderung, bei sengenden 41 Grad Celsius zu fotografieren, schufen Teller und seine Kreativpartnerin Dovile Drizyte laut Kronthaler eine eindrucksvolle Bildserie, in der vergoldete Möbel im Rokoko-Revival-Stil, Art-Déco-inspirierte Schränke und reich gepolsterte Textilien die Saisonkollektion rahmen.
Die Bildwelt lebt vom dramatischen Kontrast zwischen klassischem italienischem Interieur und Vivienne Westwoods charakteristisch dekonstruiertem Tailoring. Vor goldfarbenem Damast, vergoldeten Rokoko-Sofas und Architekturtapeten im Trompe-l’œil-Stil entfaltet sich die Garderobe in einer Reihe inszenierter Salons, Arbeitszimmer und Boudoirs. Im Fokus stehen dunkle, präzise gefilzte Tailoring-Looks, durchbrochen von leuchtenden Farbakzenten, neben strukturierten Mänteln aus Harris Tweed und drapierten Kleidern, die bewusst offene Nähte und Strümpfe sichtbar werden lassen. Korsettierte Strickteile und ein eklektisches Zusammenspiel unterschiedlicher Texturen stehen dabei im Kontrast zu den neoklassizistischen Sitzarrangements des Showrooms.
Auch das Casting spielt eine zentrale Rolle: Agenturmodels treffen auf Street-Cast-Gesichter und verleihen den Porträts Unmittelbarkeit und Direktheit. Die italienische Kulturikone Ilona Staller (Cicciolina) ergänzt die Besetzung und verbindet mit ihrer Präsenz als Symbol subversiven Glamours die einzelnen Erzählstränge.



















