Tetsuya Ishidas verstörende Vision von Japans verlorener Generation kommt nach Paris
Ishida widmete sein kurzes Leben größtenteils der malerischen Darstellung des Aufwachsens in Japans düsteren 1990er-Jahren.
Zusammenfassung
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Die erste Ausstellung des japanischen Malers Tetsuya Ishida in Frankreich eröffnet am 10. Juni bei Gagosian Paris.
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Die albtraumhaften Werke des japanischen Malers fangen die psychischen Folgen des wirtschaftlichen Zusammenbruchs in Japan in den 1990er-Jahren ein.
Gagosian Paris zeigt seine erste Ausstellung, die ausschließlich dem japanischen Maler gewidmet ist,Tetsuya Ishida am 10. Juni. Obwohl Ishida 2005 im Alter von nur 32 Jahren starb, hat sein Werk in den vergangenen Jahren zunehmend internationale Anerkennung gefunden und berührt ein Publikum weit über Japan hinaus.
Ishida wurde in Japans „verlorenem Jahrzehnt“ erwachsen, jener wirtschaftlichen Phase nach dem Platzen der Vermögensblase des Landes in den 1990er-Jahren. Doch seine Gemälde handeln nicht im engeren Sinne von Ökonomie. Sie erzählen von der Angst, Einsamkeit und Ungewissheit, die eine ganze Generation beim Erwachsenwerden prägten, als die Versprechen von Sicherheit und sozialem Aufstieg zu bröckeln begannen.
In seinem gesamten Werk finden sich ausdruckslose Büroangestellte, Studierende und junge Männer in seltsamen, oft beunruhigenden Situationen wieder. In „Sleeping Bagworm (1995)“ liegt ein Mann im Anzug auf einer Bank, eingeschlossen in einem kokonartigen Schlafsack, der zugleich Schutz und Beklemmung vermittelt. „Convenience Store Mother and Child (1996)“ zeigt eine Figur, die sich in einem Einkaufskorb zusammenrollt, während eine Frau gleichzeitig seinen Kopf wiegt und ihn an der Kasse wie ein Produkt scannt. Anderswo lösen sich die Grenzen zwischen Mensch und Maschine vollständig auf. In „Supermarket (1996)“ verwandeln sich die Arme eines Mannes in Förderbänder. In „Recalled (1998)“ beobachtet eine trauernde Familie, wie ein Techniker den zerlegten Körper eines Mannes untersucht, dessen Kopf und Hände ordentlich in einer Schachtel verstaut sind.
Ein Teil von Ishidas anhaltender Wirkung liegt in der Schwierigkeit, sein Werk einzuordnen. Seine Gemälde speisen sich aus Sozialrealismus, Surrealismus und japanischer Bildkultur und erschaffen Bilder, die tief in ihrer Zeit verwurzelt sind und zugleich auf verstörende Weise zeitlos wirken.
Gagosian Paris
4 Rue de Ponthieu, 75008
Paris, Frankreich



















