Elon Musk einigt sich mit SEC: Vergleich über 1,5 Millionen US‑Dollar wegen Twitter-Aktienkäufen

Der Milliardär akzeptiert eine zivilrechtliche Geldbuße, um einen jahrelangen Streit über seine frühen Aktienkäufe vor der Übernahme der Social-Media-Plattform beizulegen.

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Zusammenfassung

  • Elon Musk hat sich bereit erklärt, eine zivilrechtliche Geldbuße in Höhe von 1,5 Millionen US‑Dollar zu zahlen, um eine Klage der Securities and Exchange Commission (SEC) im Zusammenhang mit seinen Twitter‑Aktienkäufen aus dem Jahr 2022 beizulegen.

  • Die SEC reichte die Klage ursprünglich im Januar 2025 gegen Musk ein und warf ihm vor, die gesetzliche Zehntagesfrist für die Offenlegung verpasst zu haben, dass sein Anteil an dem Unternehmen die Marke von 5 % überschritten hatte.

  • Nach Darstellung der Aufsichtsbehörde ermöglichte die verspätete Offenlegung Musk, hinter den Kulissen Aktien mit Abschlag zu erwerben – zum Nachteil der Twitter‑Aktionäre, denen dadurch über 150 Millionen US‑Dollar entgingen.

Der langjährige Rechtsstreit zwischen Elon Musk und der Securities and Exchange Commission im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Twitter ist nun endgültig beigelegt – und der Milliardär kommt dabei offenbar mit einem blauen Auge davon. Am Montag willigte Musk ein, eine zivilrechtliche Geldbuße von 1,5 Millionen US‑Dollar zu zahlen, um die SEC‑Vorwürfe beizulegen, er habe Bundeswertpapiergesetze verletzt, indem er 2022 seine massiven Aktienkäufe bei dem Social‑Media‑Unternehmen nicht rechtzeitig offengelegt habe. Der Vergleich, der noch der Zustimmung des Gerichts bedarf, beendet einen erbitterten, mehrjährigen Schlagabtausch zwischen dem reichsten Mann der Welt und der Bundesaufsicht, ohne dass Musk die zugrunde liegenden Vorwürfe eingestehen muss.

Im Kern dreht sich der Streit um Musks aggressive Aufstockung seiner Twitter‑Position vor der 44‑Milliarden‑US‑Dollar‑Übernahme. Laut der im Januar 2025 – nur wenige Tage vor dem Amtsantritt der aktuellen US‑Regierung – eingereichten Klage der SEC ignorierte Musk die gesetzlich vorgeschriebene Zehntagesfrist zur Offenlegung, dass er mehr als 5 % der ausstehenden Aktien des Unternehmens erworben hatte. Die Aufsicht argumentierte, diese Verzögerung habe Musk ermöglicht, sich still und leise Aktien zu einem unfairen Abschlag zu sichern und dem Markt zugleich entscheidende Informationen vorzuenthalten. Nachdem die Käufe schließlich offengelegt wurden, schossen die Twitter‑Aktien um 27 % in die Höhe – Anleger, die während der Verzögerung verkauft hatten, verpassten damit Kursgewinne, die auf über 150 Millionen US‑Dollar geschätzt werden.

Trotz der von der SEC geltend gemachten massiven Marktschäden liegt der endgültige Vergleich weit unter dem, was die Behörde ursprünglich gefordert hatte. Noch vor wenigen Monaten soll die SEC mehr als 200 Millionen US‑Dollar von Musk verlangt haben, um den Fall beizulegen – inklusive einer empfindlichen Geldbuße und der Rückzahlung angeblich illegaler Gewinne. Am Ende sieht die am Montag erzielte Einigung lediglich eine zivilrechtliche Geldbuße vor, die von einem widerruflichen Trust mit Verbindung zu dem Milliardär beglichen wird.

Die vergleichsweise niedrige Summe verleitete Musks Anwaltsteam zu einer regelrechten Siegesrunde. „Mr. Musk ist nun von allen Vorwürfen im Zusammenhang mit der verspäteten Einreichung von Formularen bei der Twitter‑Übernahme entlastet – genau wie wir von Anfang an angekündigt haben“, erklärte Alex Spiro, Musks prominenter Anwalt, in einer Stellungnahme. „Ein Trust‑Vehikel hat einer kleinen Geldbuße zugestimmt, weil eine einzige Einreichung zu spät erfolgt ist.“ Der Abschluss der SEC‑Untersuchung setzt den Schlusspunkt unter eine Saga, die von offener Feindseligkeit geprägt war. Während der gesamten Ermittlungen warf Musks Team der SEC vor, eine „Kampagne der Schikane“ zu führen. Berühmt wurden die Spannungen im September 2024, als Musk die SEC‑Anwälte versetzte, die für seine Aussage nach Los Angeles geflogen waren und er stattdessen lieber einem SpaceX‑Raketenstart beiwohnte. Zwar bot er einige Tausend Dollar an, um die Reiseausgaben der Regierungsjuristen zu decken, doch die Behörde lehnte diese Geste ab.

Auch wenn der 1,5‑Millionen‑US‑Dollar‑Vergleich das Kapitel der SEC‑Aufsichtsklage schließt, sind Musks juristische Kopfschmerzen aus der Twitter‑Übernahme noch nicht vollständig ausgestanden. Der Milliardär sieht sich weiterhin einer laufenden Sammelklage von Investoren wegen derselben verspäteten Offenlegung gegenüber – zusätzlich zu den Nachwirkungen anderer kursrelevanter Tweets. Doch indem er die Forderungen der SEC nach Hunderten Millionen Dollar mit einer vergleichsweise moderaten Geldbuße aushebelte, hat Musk einen bedeutenden juristischen Sieg errungen, der ihm erlaubt, den Fokus klar auf X und seine übrigen, umfangreichen Imperiumsprojekte zu richten.

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