Yohji Yamamoto Pour Homme schreibt Archivgeschichte neu mit dem 1994-inspirierten „Cracked Embroidery“-Drop
Der avantgardistische Meisterdesigner knüpft an die legendäre „Marionnette“-Ästhetik an – mit einer neuen Ära düsterer Tailoring-Statements.
Kurzüberblick
- Die „Cracked Embroidery“-Serie haucht den ikonischen Mustern und Silhouetten der Autumn/Winter-Kollektion 1994–95 „Marionnette“ neues Leben ein.
- Rekonstruierte Modelle setzen auf Yohji Yamamotos charakteristischen Triacetat-Polyester-Tuxedo-Stoff, um einen fließenden Fall und ein lichtschluckendes, mattes Finish zu erzielen.
- Die Capsule umfasst zwei Jackenvarianten sowie voluminöse Hosen und T-Shirts, die als moderne Echos der archivalen Größe fungieren.
Yohji Yamamoto Pour Homme greift tief ins Archiv, um mit der „Cracked Embroidery“ (ひび割れ刺繍)-Serie einen seiner kulturell bedeutendsten Momente neu zu beleben. Indem die Kollektion das Autumn/Winter-Archiv 1994–95 „Marionnette“ ins Zentrum rückt, legt Yamamoto nicht einfach alte Teile neu auf, sondern aktualisiert jene philosophischen Themen von Zerbrechlichkeit und Kontrolle, die sein Schaffen der 90er-Jahre prägten.
Die technische Basis der Serie bildet Yamamotos typischer Triacetat-Polyester-„Tuxedo“-Stoff. Dieses spezielle Textil wird wegen seines Gewichts und seiner Fähigkeit geschätzt, ein tiefes, lichtschluckendes Schwarz zu halten und dabei eine weiche, lebendige Bewegung zu bewahren, die für die POUR HOMME-Silhouette zentral ist. Die „Cracked Embroidery“ selbst wird mit höchster Präzision aufgebracht, um verwitterte, rissige Oberflächen nachzuzeichnen – ein Motiv, das in der „Marionnette“-Show berühmt debütierte und die fragile Natur des menschlichen Körpers symbolisierte.
Das Line-up besteht aus zwei markanten Jackensilhouetten und zwei Hosenvarianten, die allesamt auf den oversized, drapierten Schnittmustern der Mid-90s aufbauen. Ergänzend zur Outerwear umfasst die Kollektion spezialisierte T-Shirts, die einen leichter zugänglichen Einstieg in die texturreiche Ästhetik der Serie bieten. Jedes Teil des Sortiments bekennt sich zu einem bewusst „unfertigen“ Look und nutzt Stickerei nicht als bloßes Dekor, sondern als strukturelles Narrativ, das die aktuelle Kollektion mit den avantgardistischen Wurzeln der Marke verknüpft.
Die „Marionnette“-Show von 1994 gilt bis heute als Höhepunkt des Runway-Theaters innerhalb der japanischen Avantgarde, in der sich die Models mit der steifen, abgehackten Anmut von Marionetten bewegten. Die neue Serie fängt diesen „Geist“ des Archivs mittels einer spezialisierten Cracked-Embroidery-Technik ein, die darauf ausgelegt ist, verwitterte, aufbrechende Oberflächen zu imitieren – ein Markenzeichen Yamamotos seit vielen Jahren. Die Wahl des „Tuxedo“-Stoffs ist ein technischer Verweis auf die DNA der Marke und liefert genau das Gewicht und die „rabenschwarze“ Tiefe, die nötig sind, damit die detailreiche Stickerei wirklich zur Geltung kommt.
Die Yohji Yamamoto Pour Homme „Cracked Embroidery“-Serie erscheint am 29. April, im Anschluss an ein exklusives Pop-up-Preview bei Hankyu Men’s in Tokio und Osaka.



















