Nissans nächster GT‑R wird ein Hybrid – mit kultigem VR38‑Block
Der neue R36 „Godzilla“ soll bis 2030 kommen – mit stark überarbeitetem Hybrid‑Antrieb auf Basis des legendären VR38 Biturbo‑V6 seines Vorgängers.
Zusammenfassung
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Nissan hat offiziell bestätigt, dass der GT-R der nächsten Generation, der R36, derzeit entwickelt wird und voraussichtlich noch vor 2030 auf den Markt kommt.
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Der kommende Supersportwagen wird über einen Hybridantrieb verfügen, der auf dem beliebten VR38-Biturbo-V6-Motorblock basiert, der bereits im auslaufenden R35 eingesetzt wurde.
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Der R36 wird auf einem komplett neuen Chassis stehen und „ein gewisses Maß an Elektrifizierung“ nutzen, um die strengen weltweiten Emissionsvorschriften zu erfüllen.
Godzilla ist nicht tot – er wird nur neu aufgelegt. Nach dem Ende der legendären, 18 Jahre währenden Bauzeit des R35 GT-R hat Nissan nun offiziell einen Blick in die Zukunft seiner Supersportwagen-Ikone gewährt. GegenüberThe Drive auf der New York Auto Show 2026 bestätigte Ponz Pandikuthira, Senior Vice President und Chief Planning Officer von Nissan North America, dass der R36 GT-R der nächsten Generation aktiv entwickelt wird. Der heiß ersehnte Wagen, der noch vor Ende des Jahrzehnts erscheinen soll, wird einen Hybridantrieb erhalten, der um den bei dem japanischen Hersteller heiß geliebten VR38-Motorblock herum aufgebaut ist.
Während frühere Branchengerüchte auf einen rein elektrischen Nachfolger hindeuteten, steuert Nissan nun offiziell auf eine Wiederauferstehung als Biturbo-V6-Hybrid zu. Pandikuthira verriet, dass der R36 auf einem völlig neuen Chassis stehen wird und ihn als „komplett neues Auto“ bezeichnet, auch wenn der Antriebsstrang „größtenteils neu“ sein wird. Statt komplett bei null anzufangen, hat sich ein harter Kern von Enthusiasten innerhalb von Nissan entschieden, den grundlegenden VR38-Motorblock zu behalten, der den R35 antrieb – ein Bauteil, das in der Tuning-Szene für seine enorme Haltbarkeit und sein Leistungspotenzial gefeiert wird.
„Wenn es einen Hybridantrieb gibt, ist der Block dieses VR38-Motors … so gut. Warum sollte man das wegwerfen?“ erklärte Pandikuthira. Er merkte an, dass zwar der Block bleibt, Komponenten wie Zylinderköpfe, Kolben und die Verbrennungsverfahren jedoch wahrscheinlich von Grund auf umfassend überarbeitet werden.
Der Wechsel zur Hybridtechnologie dreht sich nicht nur um reine Performance; er ist ein notwendiger Schritt für das Überleben des GT-R auf der globalen Bühne. Pandikuthira betonte das Ziel, den R36 zu einem echten globalen Modell zu machen, das strenge künftige Emissionsstandards wie die Euro-7-Regelungen erfüllen kann. „Die nächste Generation des GTR wird ein gewisses Maß an Elektrifizierung brauchen … um ihn in Sachen Emissionsanforderungen zukunftssicher zu machen“, fügte er hinzu und stellte klar, dass ein reines Elektro-Modell nicht die unmittelbare Antwort ist.
Trotz der stark überarbeiteten Formel bleibt das übergeordnete Ziel des Fahrzeugs völlig unverändert. Im Gespräch erwähnte Pandikuthira ganz bewusst den Nürburgring – jene anspruchsvolle deutsche Rennstrecke, auf der der R35 intensiv abgestimmt wurde – und machte damit deutlich, dass der R36 mit exakt derselben kompromisslosen, rennstreckenorientierten DNA entwickelt wird.
Konkrete Ankündigungen zum R36 GT-R werden bis 2028 erwartet, der Wagen soll noch vor 2030 auf die Straße kommen.



















