Gucci, Fendi & Marni feiern Designer-Debüts auf der MFW FW26 – die wichtigsten Fashion-News der Woche
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Kurzüberblick
- Hochkarätige Debüts von Demna bei Gucci, Maria Grazia Chiuri bei Fendi und Meryll Rogge bei Marni schreiben Modegeschichte und interpretieren Traditionshäuser durch eine zeitgenössische Linse neu.
- Das Thema der Met Gala 2026 erkundet die Schnittstelle von Couture und bildender Kunst.
- Neue Kollaborationen und Graduate-Shows rücken technische Outdoorwear und aufstrebende visionäre Talente in den Fokus.
Gucci wird in Demnas FW26-Debüt neu geboren
Demnas mit Spannung erwartetes Debüt bei Gucci markierte einen Wandel hin zu einem „sensual minimalism“ und damit weg von seinen charakteristischen, übergroßen Balenciaga-Silhouetten. Die Kollektion stellte „Wearability“, also Tragbarkeit, in den Mittelpunkt und verband die Sexiness der Tom-Ford-Ära mit klassischer florentinischer Luxus-DNA. Auf dem Runway trafen Ikonen wie Kate Moss auf Newcomer wie Nettspend, inszeniert vor römischen Statuen und flackernden Stroboskoplichtern. Die Menswear umfasste laminierte Hosen und eng anliegende T-Shirts, während die Womenswear Mini-Blazer und Bodycon-Kleider zeigte. Das Schuhwerk übersetzte klassische Signature-Details in trendweisende Formen, etwa Sport-Loafer mit Sneaker-Overlays. Demna betonte, seine Vision für die Marke sei ein Miteinander, in dem Heritage und Zeitgeist-Mode einander nähren, und beschrieb Gucci als „Superbrand“, verwurzelt in ebenso pragmatischen Produkten wie tiefen Emotionen.
Fendi FW26 begrüßt Maria Grazia Chiuri zurück als Creative Director
Maria Grazia Chiuri kehrte für ihr FW26-Debüt zu Fendi zurück und lenkte den Fokus des Hauses auf exquisite Handwerkskunst und von der Art Nouveau inspirierte Silhouetten. Weg von lauten Monogrammen setzte Chiuri auf „applied materials“ und aufwendige Stickereien, um Individualität zu betonen. Die Kollektion spielte mit einer Schwarz-Weiß-Palette, in der langgezogene Spitzen-Slipdresses und transparente Roben dominierten. Fendis Pelz-Heritage blieb präsent – mit neongelb-grünen Mänteln und Patchwork-Designs –, während Accessoires wie Animal-Print-Bags und oversized Shades einen mutigen, modernen Twist setzten. Verweise auf die Wiener Secession würdigten Karl Lagerfelds Vermächtnis, doch Bikerjacken und Military-inspirierte Pieces verankerten die Kollektion klar in der Gegenwart. Chiuris Rückkehr positioniert Fendi erneut als Maßstab römischer Eleganz, mit subtilen Luxus statt plakativem Branding.
Marnis neue Ära beginnt mit Meryll Rogges FW26-Debüt
Meryll Rogge, die erste weibliche Creative Director bei Marni seit der Gründerin, nutzte ihr FW26-Debüt, um die Marke wieder mit ihren eigenwilligen Wurzeln zu verbinden. Statt des avantgardistischen Maximalismus der vergangenen Ära setzte Rogge auf eine „pared-back eccentricity“. Die Co-ed-Show eröffnete mit ikonischen Bleistiftröcken, überzogen mit riesigen Pailletten – ein klarer Verweis auf Gründerin Consuelo Castiglioni. Die Kollektion zeigte chunky Knits, mehrdirektional karierte Pullis und kavallerieartige Mäntel mit übergroßen Silberknöpfen. Rogges Vision dreht sich um „quirky clothing for the everyday“ und balanciert tragbare Basics mit markanten, verspielten Details wie Fellbesatz und Polka-Dot-Tops. Indem sie die experimentellen Ambitionen zügelt, möchte Rogge Marnis Ruf für einen anspruchsvollen, aber verspielten Stil erneuern und reiht sich damit in die wachsende Riege weiblicher Designerinnen ein, die große Modehäuser prägen.
„Fashion is Art“ ist der Dresscode der Met Gala 2026
Vogue hat „Fashion is Art“ als offiziellen Dresscode für die Met Gala 2026 am 4. Mai bekanntgegeben. Das Thema knüpft an die Ausstellung „Costume Art“ des Costume Institute an, die die Hierarchie zwischen bildender Kunst und dem gekleideten Körper aufbrechen soll. Gezeigt werden nahezu 400 Objekte aus 5.000 Jahren, präsentiert in den neuen Condé Nast Galleries. Eine handverlesene Gruppe von Co-Chairs – darunter Beyoncé, Nicole Kidman und Venus Williams – führt gemeinsam mit Creative Director Anthony Vaccarello und Zoë Kravitz durch den Abend. Kurator Andrew Bolton betonte, dass Mode der rote Faden sei, der alle kuratorischen Abteilungen des Museums verbindet. Der Dresscode fordert die Gäste heraus, über klassische Red-Carpet-Looks hinauszugehen und ihre Outfits als konzeptionelle Meisterwerke zu inszenieren, die einer Galerie würdig sind.
Erster offizieller Blick auf die kommende Nike ACG x Cactus Plant Flea Market Kollaboration taucht auf
Nach ersten Teasern mit Travis Scott in Mailand wurden nun offizielle Bilder der Nike ACG x Cactus Plant Flea Market (CPFM) Spring/Summer-2026-Capsule veröffentlicht. Die Kollaboration setzt auf hochfunktionale, technische Apparel, gemacht für Wind und Wetter. Key Pieces sind eine wetterfeste Anorak-Jacke und ein markanter Balaclava-Hoodie mit Thermo-Farbverlauf. Ergänzt wird die Kollektion durch essentielle Layering-Items wie ein Longsleeve-Polo und ein Crewneck-Sweatshirt. Das Projekt vereint die Outdoor-Utility von Nike ACG mit der charakteristisch verspielten, mutigen Ästhetik von CPFM. Gesehen an Cultural Icons wie Travis Scott und Yeat sorgt die Linie bereits jetzt für reichlich Buzz. Der komplette Drop ist für Spring 2026 über die offiziellen Kanäle von Nike und CPFM angekündigt und schlägt eine Brücke zwischen High-Performance-Gear und Streetwear.
Die Central Saint Martins M.A. Show 2026 präsentiert 23 aufstrebende Visionär:innen des Programms
Central Saint Martins zeigte während der London Fashion Week die Abschlusskollektionen von 23 M.A.-Studierenden und gewährte damit einen Blick auf die künftigen Führungspersönlichkeiten der Branche. Die diesjährige Show stand unter einer Stimmung, die als „openly in flux“ beschrieben wurde und handgemachtes Craft und inhaltliche Tiefe klar über kommerziellen Hochglanz stellte. Die L’Oréal Professional Creative Award-Gewinner:innen Maxina Brewer und Ennis Finnerty Mackay überzeugten mit besonders kunstvollen und gehaltvollen Entwürfen. Die Show führt das Vermächtnis der Schule fort, legendäre Talente wie Alexander McQueen und Grace Wales Bonner hervorzubringen. Die Arbeiten des 2026er-Jahrgangs untersuchten, wie „making and meaning collide“ – ein Spiegel einer Industrie, die mit ihrer eigenen Identität ringt. Mit dem Fokus auf akribische Handwerkskunst und kreative Ingeniosität bewiesen diese aufstrebenden Visionär:innen, dass die nächste Generation bereit ist, traditionelle Modegrenzen mit technischer Finesse und konzeptioneller Schärfe aufzubrechen.















