Fendi FW26: Maria Grazia Chiuri kehrt als Kreativdirektorin zurück
Statt lauter Monogramme: Statement-Bags, pelzbetonte Handwerkskunst und Art-Nouveau-inspirierte Silhouetten.
Zusammenfassung
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Chiuri kehrt zu Fendi zurück und tauscht laute Monogramme gegen exquisite Handwerkskunst und Art-Nouveau-inspirierte Silhouetten.
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Auf dem Laufsteg wurden üppige Pelze, sinnliche Spitze und opulente Lederstickereien gezeigt, die klassische Eleganz mit markanten Accessoires wie Neonmänteln und Taschen im Animal-Print ausbalancierten.
Maria Grazia Chiuri feierte soeben ihr Fendi-FW26-Debüt bei der Milan Fashion Week und kehrte damit zu dem Haus zurück, bei dem sie 1999 als Accessoire-Designerin begonnen hatte.
Nach Jahren an der Spitze von Dior und einer kurzen Auszeit zielt Chiuris Rückkehr ins römische Haus darauf ab, Fendi wieder als Maßstab für Handwerkskunst zu positionieren. In dieser Kollektion legt die Marke ihr Monogrammmuster beiseite, um das laute Branding herunterzufahren und ihre ikonischsten Produkte neu zu beleben.
Historisch für seine Pelze berühmt, waren Fendis voluminöse Mäntel prominent vertreten – etwa in Neon-Gelbgrün und als Patchwork aus unterschiedlichen Fellen. Zudem verstärkt Chiuri den Ausdruck über Accessoires, darunter auffällige Handtaschen im Animal-Print und übergroße, das Gesicht umspielende Sonnenbrillen.
Der Großteil der Kollektion setzt jedoch auf sinnliche Eleganz und eine reduzierte Palette, dominiert von Schwarz und Weiß. Lange Spitzen-Slipdresses und transparente schwarze Spitzenroben werden mit Hals-Chokern getragen. Bei den Herren zeigen Blazer einen diagonal verlaufenden Riegel, der an ein Harness erinnert, und Pelzkragen soften dunkle, patinierte Looks.
Anstelle der Monogramme, so verriet Chiuri gegenüber Vogue setze sie auf verschiedene „Stickereien und andere applizierte Materialien“, die die Individualität der Träger:innen stärker in den Fokus rücken als das Label selbst. So zeigte die Designerin etwa eine kunstvolle Blumenstickerei auf einer pelzgefütterten Weste und einem Mantel. In anderen Stücken entpuppt sich vermeintlich rissiges Leder als ein Meer kleiner Lederblüten vor weißem Grund.
Während sie mit geometrischen Schnitten und Abend-Silhouetten des frühen 20. Jahrhunderts auf die Wiener Secession der Art Nouveau (eine Referenz an Karl Lagerfeld) anspielt, bleibt Chiuri mit Stücken wie einer schwarz-gelben Bikerjacke, auffälligen Zebra- und Tigerprint-Taschen und Military-inspirierten Pieces gleichzeitig ganz im Hier und Jetzt.
Die komplette Fendi-FW26-Kollektion sehen Sie in der Galerie oben – und bleiben Sie mit Hypebeast immer nah dran an den neuesten Updates der Milan Fashion Week.



















