Gaudí offiziell als Architekt des Xalet del Catllaràs bestätigt
Ein seltenes Bauwerk außerhalb Barcelonas zeigt, wie weit seine kreative Handschrift reicht.
Zusammenfassung
- Die Regierung von Katalonien bestätigt Antoni Gaudí als Architekten des Xalet del Catllaràs
- Ursprünglich zur Unterbringung von Bergbauingenieuren errichtet, gilt das Chalet heute als seltenes Gaudí-Werk außerhalb Barcelonas, das Nutzfunktion mit modernistischer Raffinesse vereint
Das Xalet del Catllaràs, ein in den Pyrenäenausläufern Kataloniens gelegenes Bergrefugium, hat kürzlich weltweit Schlagzeilen gemacht, nachdem die Regierung von Katalonien endgültig Antoni Gaudís Urheberschaft an dem Gebäude bestätigt hat.
Ursprünglich 1905 erbaut, um Ingenieure der Asland-Zementfabrik unterzubringen, war das Gebäude lange Gegenstand wissenschaftlicher Debatten über seine Urheberschaft. Architektonisch spiegelt das Chalet Gaudís modernistische Experimente in einem ländlichen Kontext wider. Es zeichnet sich durch eine spitzbogige Struktur mit sechs Wohnungen auf drei Etagen aus, einen aus dem Dach aufragenden Schornstein und eine markante Wendeltreppe, die aus der Fassade hervortritt. Diese Elemente verbinden funktionales Wohnen mit Gaudís charakteristischer skulpturaler Handschrift und vereinen Zweckmäßigkeit mit ausdrucksstarker Form. Der Entwurf fiel in die gleiche Schaffensphase wie Casa Batlló und Park Güell und unterstreicht die beeindruckende Bandbreite seines kreativen Schaffens im frühen 20. Jahrhundert.
Aktuelle Studien und Restaurierungsprojekte haben die historische Bedeutung des Chalets hervorgehoben und es in Gaudís umfassenderes Vermächtnis einer an ihre Umgebung angepassten Architektur eingeordnet. Ursprünglich zur Erfüllung industrieller Anforderungen beauftragt und dennoch von künstlerischer Detailfülle geprägt, verkörpert das Xalet del Catllaràs Gaudís besondere Fähigkeit, Nutzwert mit visionärem Design zu verschmelzen.
Heute, obwohl es nicht mehr genutzt wird, gilt es als seltenes Beispiel seines Werks außerhalb Barcelonas und gewährt Einblick darin, wie sich seine architektonische Sprache über urbane Ikonen hinaus auf die Landschaften und Industrien Kataloniens erstreckte.



















