Andreas Gursky ohne Limits: Neue Ausstellung im White Cube London
White Cube London feiert den Künstler einer Generation – mit Werken von den frühen Jahren bis zur neuen chromo capsule-Serie.
- Zusammenfassung
- White Cube Mason’s Yard in London zeigt derzeit eine gleichnamige Ausstellung von Andreas Gursky, noch bis zum 8. November zu sehen.
- Die Schau reicht von seinen frühesten Arbeiten bis zu den jüngsten und umfasst Fotografien aus seiner neuen chromo capsule Serie.
Für Andreas Gursky, den deutschen Fotografen, der für seine monumentalen, digital bearbeiteten Bilder bekannt ist, ist „unmöglich“ nur ein Wort. Jedes seiner großformatigen Fotos beginnt als Serie von Aufnahmen, oft an mehreren Orten entstanden, und wird anschließend akribisch zu einer einzigen, nahtlosen Komposition zusammengesetzt. In einem aktuellen Interview mit dem Guardian sagte er, er könne im Schnitt nur drei Arbeiten pro Jahr vollenden. „Größer geht es technisch nicht.“
Aktuell im White Cube Mason’s Yard in London zu sehen: Gurskys jüngste Ausstellung, die er als seine bislang vielfältigste Schau bezeichnet. Noch bis zum 8. November zeigt die Präsentation einige seiner frühesten Arbeiten, neue großformatige Werke sowie eine Auswahl von Fotografien aus seiner jüngsten chrono capsule Serie – erneute Besuche früher Schauplätze, die Wandel und den Lauf der Zeit sichtbar machen.
Zu den Highlights zählt „Harry Styles“ (2025), ein vier Meter breites Panorama, entstanden in Zusammenarbeit mit dem britischen Popstar. Zusammengesetzt aus Aufnahmen der Konzerte in Bologna und Frankfurt, erfasst das Werk jeden einzelnen Fan mit feiner Präzision. Styles ist der Kamera den Rücken zugewandt – das Werk lenkt den Blick von ihm weg und hin zur Menge der singenden Konzertbesucher, gesehen als Konstellation einzigartiger Individuen.
In einem weiteren herausragenden Werk, „Paris, Montparnasse II“ (2025), einer chromo capsule Neuinterpretation eines seiner bekanntesten Bilder von Jean Dubuissons Immeuble d’habitation Maine-Montparnasse II, nutzt Gursky eine ähnliche digitale Manipulationstechnik, um die Fassade des Gebäudes mit „analytischer, beinahe forensischer Klarheit“ wiederzugeben, so die Galerie, und „verwandelt figurative Elemente in formalistische Muster“.
Konstant verfolgt Gursky die Schnittmengen von Mensch, Technologie und Natur und zelebriert die Spannung und Fragilität, die unsere Gegenwart prägen. Trotz aller Komplexität finden seine Bilder eine Balance zwischen Kritik und echtem Staunen und machen die „Bedrohung und Zerstörung, aber auch die Schönheit“ sichtbar.
White Cube Mason’s Yard
25–26 Mason’s Yard,
London SW1Y 6BU



















