SATISFYs erster Flagship-Store setzt ganz auf Analoges
Mit Ölgemälden, Wandbildern und Produkten, die als „Artefakte“ inszeniert werden.
SATISFY hat in Paris eröffnet und seinen Flagship-Store auf zwei spiegelbildlich angelegte Räume im Marais verteilt.
Als erster dauerhafter physischer Standort der Marke erstreckt sich der Store über zwei Bereiche: „Fuel Station“ und „Supply“.
Die beiden Räume liegen einander in der Rue de Saintonge gegenüber und öffnen am Freitag, den 4. September, offiziell für das Publikum. Supply in Hausnummer 47 führt das komplette Bekleidungs- und Schuhsortiment, während sich die Fuel Station in Nummer 54 um Hydration und Ernährung dreht. Wer in einem der beiden Räume steht, kann durch das Fenster den anderen sehen – der Weg von einem zum anderen gehört zum Besuch dazu.
Das Architektur- und Designstudio ciguë aus Montreuil gestaltete beide Interieurs in engem Austausch mit SATISFY-Gründer und Creative Director Brice Partouche. Statt eines klassischen Running-Stores versteht sich das Projekt als Eingangstor zur erweiterten Welt der Marke – mit Trailrunning, Musik, Film und Natur.
„Zusammen sind Supply und Fuel Station der bislang umfassendste Ausdruck von SATISFY, den wir geschaffen haben. Sie verkörpern physisch die Welt, die wir in den vergangenen elf Jahren aufgebaut haben“, sagt SATISFY-Gründer und Creative Director Brice Partouche.
„SATISFY war schon immer eine analoge Marke, deshalb wurde ein physischer Ort zur reinsten Form, sie auszudrücken. Fotografie wurde zu Wandbildern und Ölgemälden. Produkte wurden zu Artefakten. In einer Welt, die zunehmend über Bildschirme erlebt wird, wollten wir einen Ort schaffen, für den es sich lohnt, das Haus zu verlassen.“
Im Zentrum von Supply steht ein monumentales dreiteiliges Ölgemälde des in New York ansässigen Künstlers Othelo Gervacio. Es greift auf naturkundliche Dioramen und den Realismus des amerikanischen Westens zurück, die die Bildwelt der Marke seit Langem prägen.
Die bestehende Gebäudehülle blieb weitgehend unangetastet: Unter einem sanften grauen Anstrich bewahren die Wände ihre Unvollkommenheiten, die Rohre liegen frei. Dazu treten Douglasienholz, Wollfilz und Zamak-Gussteile aus ciguës eigener Werkstatt, kombiniert mit Beton, Drahtgeflecht und Edelstahl.
Neben einem maßgefertigten Loungesessel des Pariser Möbelmachers Jean-Baptiste Durand, der verschiedene Sessel-Archetypen collageartig verbindet, steht ein gebrauchter Subwoofer aus der Tuning-Szene, bezogen mit Autoteppich. Von Partouche ausgewählte Artefakte – seltene Punkplatten, Vintage-Magazine und Schmuck – finden sich im ganzen Raum; gemeinsam mit dem Pariser Parfümstudio ROOM1015 entstand zudem ein eigens entwickelter Duft.
Die Fuel Station verfolgt den entgegengesetzten Ansatz und orientiert sich ebenso an Convenience Stores und Eisenwarenläden der Nachbarschaft wie an Cafés für den schnellen Einkauf. Regale aus Stahl, Kartons und Präsentationsflächen aus Drahtgeflecht halten den Raum flexibel; Wasser und Elektrolyte können für Trinkflaschen und Speed Cups gezapft werden. Ein Gel auf Algenbasis wird direkt vor Ort hergestellt, Pilze wachsen ebenfalls im Laden.
Supply und Fuel Station eröffnen am 4. September in der Rue de Saintonge.



















