MSCHF hat sich weltweit einen Namen damit gemacht, den Status quo zu sprengen – und zu verbiegen. Man denke nur an die Big Red Boots, die winzige Mini-Mini-Handtasche oder die Installation bei der Art Basel Miami, die Besucher:innen anhand ihres Kontostands einstufte. Das jüngste Projekt des Kollektivs ist nicht weniger verdreht.
Zur Armory Week tut sich das von Perrotin unterstützte Provokateurkollektiv mit Lexus zusammen und präsentiert vom 24. bis 26. September in einer Pop-up-Ausstellung bei Chelsea Industrial zwei neue Fahrzeugsulpturen: MOTOMORPHOSIS.
Für die Ausstellung wurden zwei elektrifizierte Modelle des Autobauers – ein Lexus RZ450e und ein Lexus RX450h+ – in ausgesprochen surreale Arbeiten verwandelt. Sie sollen nicht Bewegung selbst darstellen, sondern das Gefühl von Bewegung hervorrufen. Das erste Fahrzeug zieht sich in einer Schleife von der Front bis zum Heck und ist dazu verdammt, endlos im Kreis zu fahren; das Werk trägt den Titel „Circle Car“. Das zweite Modell wird in der nahe gelegenen Arbeit „Twisted Car“ laut der Marke einer „dramatischen Längstorsion“ unterzogen. Neben den skulpturalen Gegenstücken werden auch funktionsfähige Versionen der Fahrzeuge gezeigt.
MSCHF nennt die Arbeiten „Form Cars“ – womöglich inspiriert von einer Tradition automobiler Kunstwerke wie Pippa Garners „Backwards Car“ und „Karmann“ sowie den prallen, bizarren Skulpturen von Erwin Wurm.
„Die meisten Gespräche über Elektrifizierung drehen sich darum, wie ein Fahrzeug angetrieben wird. MOTOMORPHOSIS stellt eine andere Frage: Was kann Elektrizität in unserer Vorstellungskraft antreiben?“, sagt Lisa McQueen, Senior Marketing Manager bei Lexus. „Die Zusammenarbeit mit MSCHF hat uns ermöglicht, das Auto über seine vertraute Form hinauszudenken und Bewegung, Transformation und Möglichkeiten auf völlig neue Weise zu erkunden.“