Eine Flughafenpiste als surreale Kulisse für die FW26-Kampagne von Jil Sander
Mit Edie Campbell und Daisuke Ueda setzen die entsättigten, körnigen Bilder auf Hitchcock’sche Spannung und sinnliche Elektrizität.
Jil Sander präsentiert die Herbst/Winter-2026-Kampagne, die unter der kreativen Leitung von Simone Bellotti entstand. Für die Bildwelt inszenierte Fotografin und Videografin Moni Haworth auf dem offenen Rollfeld eines Privatflughafens ein surreales Interieur unter freiem Himmel – mit in Folie gehüllten Sofas und latexbeschichteten Tischen.
Mit den Models Edie Campbell und Daisuke Ueda setzt die Kampagne auf körnige VHS-Texturen, entsättigte Farben und eine filmische Spannung, die an Hitchcock und Fassbinder erinnert. Getragen vom Soundtrack „If This Is Hell“ von Space Afrika featuring Deuén entsteht eine verstörende und zugleich elegante Atmosphäre, aufgeladen mit dem, was Bellotti als „erotische Elektrizität“ beschreibt. Das Zusammenspiel von Minimalismus und Exzess, von Hinzufügen und Weglassen, prägt die Stimmung der Saison – eine abstrakte Erzählung, in der Schönheit im Widerspruch liegt.
Die Saisonentwürfe führen den für Jil Sander typischen reduzierten Minimalismus in ein Spannungsfeld aus gesteigerter Zurückhaltung und subtilen Widersprüchen. Im Fokus stehen präzise, verkürzte Silhouetten, bei denen alles Überflüssige wegfällt, damit die reine, essenzielle Form hervortritt. Maßgeschneiderte Outerwear, strukturierte Einzelteile und raffinierte Essentials für den Alltag verbinden kraftvolle Schlichtheit mit unerwarteten texturalen Akzenten. Den begleitenden Kampagnenfilm sehen Sie unten.



















