Vom heimlichen Tragen der Reverso seiner Mutter zur Partnerschaft mit Jaeger-LeCoultre: Robert Pattinson im Gespräch
Der neue Global Ambassador spricht über seine ersten Erinnerungen an Uhren, die perfekte „Uhren-Pose“ auf dem roten Teppich und die stille Meisterschaft Schweizer Uhrmacherkunst.
Vom heimlichen Tragen der Reverso seiner Mutter zur Partnerschaft mit Jaeger-LeCoultre: Robert Pattinson im Gespräch
Der neue Global Ambassador spricht über seine ersten Erinnerungen an Uhren, die perfekte „Uhren-Pose“ auf dem roten Teppich und die stille Meisterschaft Schweizer Uhrmacherkunst.
Jaeger-LeCoultre hat Robert Pattinson offiziell zum neuen Global Ambassador ernannt. Pattinson bewegt sich mühelos zwischen anspruchsvollem Autorenkino und internationalen Blockbustern – seine Filmografie reicht von Christopher Nolans The Odyssey über Matt Reeves’ The Batman und Bong Joon Hos Mickey 17 bis zu Denis Villeneuves kommendem Dune: Part Three. Damit hat er sich eine der eigenständigsten Karrieren im zeitgenössischen Film aufgebaut. Seine mutigen kreativen Instinkte, seine ruhige Disziplin und sein kompromissloser Einsatz für sein Handwerk – ebenso wie seine absolute Weigerung, sich in eine Schublade stecken zu lassen – machen ihn zum perfekten Partner für Jaeger-LeCoultre.
Jaeger-LeCoultre gilt seit jeher als „Uhrmacher der Uhrmacher“. Das Vermächtnis der Maison gründet nicht nur auf technischer Meisterschaft, sondern auch auf Beharrlichkeit in der Innovation und zurückhaltender Eleganz – Werte, die eng mit Pattinsons persönlicher Haltung übereinstimmen. Ob auf der Leinwand oder abseits davon: Der Schauspieler verkörpert eine kultivierte Eleganz, bei der Charakter und stille Substanz mehr zählen als Übermaß. „Eine großartige Uhr steht nicht nur für Präzision – es geht um Charakter, Handwerkskunst und die Geschichte ihrer Entstehung“, sagt Pattinson über die Partnerschaft. „Jaeger-LeCoultre verkörpert seit jeher genau diese stille Meisterschaft. Alles, was dort entsteht, hat Integrität.“
Nach der offiziellen Bekanntgabe traf Hypebeast Pattinson zu einem offenen Gespräch. Der Schauspieler erzählt, wie er bei den Oscars die Master Collection entdeckte, als Teenager heimlich die Reverso seiner Mutter trug, wie sein ideales Ritual am frühen Morgen aussieht und warum er nach der Philosophie lebt: „Im Leben gibt es keine Minuspunkte.“
Herzlichen Glückwunsch dazu, der neue Global Ambassador von Jaeger-LeCoultre zu sein. Was macht die Marke für Sie zur richtigen Wahl?
Robert Pattinson: Ich war bei den Oscars, und mein Manager fragte: „Willst du für die Oscars eine Uhr tragen?“ Und ich sagte: „Ja, okay.“ Als man mir die Auswahl zeigte, holte man eine Master Control aus Roségold von JLC hervor. Ich meinte: „Das ist buchstäblich die beste Uhr, die ich in meinem Leben je gesehen habe.“ Am liebsten hätte ich sie direkt danach gekauft.
Kurz darauf fragten sie, ob ich eine richtige Partnerschaft eingehen wolle, und ich sagte: „Ja! Bekomme ich dann die Uhr?“ [Lacht] Als ich alle im Unternehmen kennenlernte, war die Sache entschieden – sie waren einfach alle großartig. Es fühlte sich ähnlich an wie damals, als ich anfing, mit Dior zu arbeiten. Wenn der Zeitpunkt stimmt und man die richtigen Menschen trifft, ist es nicht einmal eine Entscheidung. Die Uhren sind so schön, und das Shooting hat großen Spaß gemacht. Die Wahl fiel mir definitiv nicht schwer.
Erinnern Sie sich daran, wann Sie zum ersten Mal eine Jaeger-LeCoultre-Uhr getragen haben – und wie Ihr erster Eindruck war?
Mein Vater hat meiner Mutter tatsächlich eine Reverso geschenkt, als ich ein Kind war. Ich habe sie ihr ständig stibitzt und getragen – und ich bin mir ziemlich sicher, dass es eindeutig ein Damenmodell war. Dafür bekam ich mächtig Ärger. Schon damals, mit ungefähr 14, fand ich sie unglaublich cool. Vermutlich ein Zeichen für meinen meinem Alter vorausgeeilten Geschmack. [Lacht]
Auch in The Batman habe ich eine Reverso getragen. Ich liebe ultraflache Uhren, die unglaublich dezent sind und trotzdem diesen stillen „Wow“-Effekt haben. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen man auf dem roten Teppich diese klassische „Uhren-Pose“ machen muss – bei der man sich normalerweise wie ein kompletter Idiot fühlt. Mit dieser Uhr habe ich sie ganz von selbst gemacht, ohne dass mich jemand darum bitten musste, so nach dem Motto: „Oh, hallo, schaut aufs Handgelenk!“ [Lacht]
„Ich liebe ultraflache Uhren, die unglaublich dezent sind und trotzdem diesen stillen ‚Wow‘-Effekt haben.“
Erinnern Sie sich an die allererste Uhr, die wirklich Ihnen selbst gehörte?
Einer der Produzenten von Star Wars wohnte tatsächlich nebenan, als ich aufwuchs. Als Kind war Star Wars natürlich riesig, aber noch nicht ganz das Giganten-Franchise, das es heute ist. Er hatte all diese unglaublichen Vintage-Sammlerstücke und schenkte mir schließlich eine alte Star Wars-Uhr. Als Kind war ich völlig besessen von den Filmen. Ich habe sie noch immer zu Hause, und inzwischen ist sie vermutlich wahnsinnig wertvoll! Ich glaube, es war ein Original aus den 70er- oder 80er-Jahren. Das war definitiv die erste Uhr, die wirklich mir gehörte.
Wenn Sie die Zeit jeden Tag für genau eine Stunde anhalten könnten: Wie würden Sie diese zusätzliche Stunde verbringen?
Ganz früh, wenn die Sonne gerade aufgeht. Ich würde ein ruhiges Café suchen, das eben erst öffnet, in dem vielleicht nur noch eine weitere Person sitzt, während es draußen noch ein wenig kalt ist. Dann würde ich dort sitzen, einen Kaffee trinken, Zeitung lesen und ein bisschen nachdenken. Ehrlich gesagt versuche ich ohnehin, das fast jeden Tag so zu machen! Aber wenn ich mir zwei ungestörte Stunden genau dafür garantieren könnte, wäre es perfekt.
„Mein Vater hat meiner Mutter tatsächlich eine Reverso geschenkt, als ich ein Kind war. Ich habe sie ihr ständig stibitzt und getragen … Dafür bekam ich mächtig Ärger.“
Was ist die wichtigste Lektion, die Sie bisher durch die Zeit – und dadurch, in dieser Branche ein wenig älter zu werden – gelernt haben?
Zu lernen, es wirklich mehr zu genießen. Das klingt simpel, und viele sagen das, aber man verfällt so leicht in Bequemlichkeit oder festigt eine negative Denkweise. Manchmal besteht der Job buchstäblich darin, etwas hinzuzufügen: etwas Interessantes in dem zu finden, was man tut, dafür zu sorgen, dass alle anderen Spaß haben, und so hilfsbereit wie möglich zu sein. Je hilfreicher man für die Menschen um sich herum ist, desto mehr genießt man den eigenen Tag. Es hat lange gedauert, bis ich das gelernt habe: einfach ein bisschen hilfsbereiter sein.
Ein Freund von mir, der bei der Band Death Grips ist, hat einmal etwas gesagt, das mir immer im Gedächtnis geblieben ist: „Es gibt keine Minuspunkte, alles ist ein Plus.“ Sobald er das sagte, hat es bei mir sofort Klick gemacht. Im Leben denkt man oft: „Oh, diesen Fehler kann ich einfach wieder zurücknehmen.“ Aber das kann man nicht. Alles ist ein Zusatz, und nichts lässt sich zurücknehmen. Man baut einfach immer weiter darauf auf.



















