Zusammenfassung
Aries präsentiert seine FW26-Kollektion unter dem Titel „Faded Opulence“, aufgebaut auf Materialien, die von der Sonne ausgebleicht, gewaschen und bewusst gealtert sind.
Ein verwaschener Schlangenhaut-Print ziert die neue, tiefer sitzende Lilly-Jeans, die das Label als Hero-Denim-Silhouette der Saison inszeniert.
Alpha Industries ergänzt die Kollektion mit einer neu interpretierten CWU-45 Heritage-Bomberjacke, vollendet mit Nieten-Details.
Aries hat seine Herbst/Winter-Kollektion 2026 vorgestellt: „Faded Opulence“. In dieser Saison werden luxuriöse Materialien durch die Mangel gedreht – und die Spuren davon zum eigentlichen Konzept. Das Londoner Label verbindet darin den Exzess der frühen 2000er mit verlassenen barocken Interieurs, üppigen Tierhäuten und allem, was davon zurückbleibt. Umgesetzt wird die Idee weniger über die Silhouette als über die Oberflächen: Jede kostbare Textur ist auf irgendeine Weise gealtert, von der Sonne ausgebleicht, gewaschen oder bearbeitet, bis ihr Glanz nur noch wie ein Rückstand wirkt.
Denim setzt dabei das deutlichste Statement. Die Lilly-Jeans kehrt mit tieferem Bund zurück und kommt in einem gewaschenen Schlangenleder-Print – laut Marke das zentrale Denim-Modell der HW26. Sie bildet den Ausgangspunkt für eine breitere Serie mit Animal-Prints: verzerrte Zebragrafiken auf Strick sowie verfremdete Tierprints auf Hoodies und Sweatpants aus Airtex und Jersey.
Für eine Streetwear-Saison ist die Auswahl an Texturen ungewöhnlich präzise. Säuregewaschener Cord, Chenille-Strick und gewaschener Denim schaffen die eingetragene Basis, während sonnengebleichter, mit Strass besetzter Jersey den Schimmer eines verfallenen Glamours beisteuert. Glattes Schlangenleder, glänzendes Leder und Schaffell heben das Niveau in den luxuriöseren Looks; diese drei Materialien führen die Kollektion am weitesten in das, was Aries als „getragenen Glamour“ bezeichnet.
Aries wurde von Sofia Prantera gegründet und speist sich aus Trashkultur, Outsider Art und markanten Grafiken. Das Label versteht sein Archiv nicht als zu bewahrendes Erbe, sondern als Arbeitsmaterial – und die Artwork-Auswahl für HW26 liest sich wie eine Bestandsaufnahme dieses Impulses. Neue Varianten von Aries and Destroy, Smoking Tiger und Cave erscheinen auf Airtex und gewaschenem Jersey; Weedie Pie trifft auf J’adoro Aries auf Sweatshirts und T-Shirts. Ein saisonales Cherub-Motiv verleiht den gewaschenen Jersey-Basics und figurbetonten T-Shirts mit kurzen Kappenärmeln eine weichere Note. Punk-inspirierte Grafiken auf Jersey und Hemdenstoff bewahren den konträren Zug, während die von Central Saint Martins geprägte Designhaltung des Labels und die italienische Fertigung erklären, weshalb an derselben Stange klassisches Tailoring neben einem asymmetrischen Leder-BH mit den charakteristischen Karabinerverschlüssen hängt.
Dieser BH gehört zu einer Accessoire-Linie, die Hardware und Leder als erzählerische Elemente nutzt. Dazu kommen eine geschwungene Schultertasche aus Schaffell, eine Fliegerhaube aus Schaffell, Wollschals, Mohairsocken und Frotteesocken. Bei der Outerwear arbeitet Aries derweil mit Alpha Industries und interpretiert die klassische CWU-45 Heritage Bomberjacke neu: Die Metallteile werden mit Nieten besetzt, die Oberfläche der Silhouette mit echter militärischer Herkunft aufgeraut. Abgerundet wird das Angebot durch Signature-Basics in neuen Saisonfarben, darunter Popelinehemden und Boxershorts, die Lilly-Jeans und das Temple-T-Shirt.
Die HW26-Kollektion ist online und im Store erhältlich.