Anbernic präsentiert RG DS Plus: Dual-Screen-Handheld für Nintendo-DS-Emulation unter 100 US-Dollar
Das Gerät erscheint in Metallic Blue, Matte Black und Coral Pink und bietet zwei USB-C-Anschlüsse sowie microSD-Kartensteckplätze.
Zusammenfassung
Anbernic erweitert sein Retro-Gaming-Portfolio um ein größeres Handheld mit Dual-Screen, das speziell für eine authentische Nintendo DS-Emulation entwickelt wurde.
Das Gerät setzt auf ein Linux-Betriebssystem, das vom neuen NNDSS-Emulator angetrieben wird und eine ausgereifte Integration von Touchscreen und Mikrofon bietet.
Zu den Hardware-Updates gehören ein integrierter kapazitiver Stylus, ein stufenlos verstellbares Scharnier aus Doppellegierung sowie eine gezielte RAM-Anpassung zur optimalen Unterstützung von GammaOS.
Der in Shenzhen ansässige Hardwarehersteller Anbernic hat die Anbernic RG DS Plus offiziell vorgestellt – eine Dual-Screen-Handheld-Konsole, die sich am klassischen Nintendo DS orientiert. Das überarbeitete Modell fällt größer aus als die ursprüngliche Non-Plus-Version und ist auf Emulation zugeschnitten. Mit zwei Displays, einem integrierten kapazitiven Stylus und einem eingebauten Mikrofon richtet sich das Gerät an die Retro-Gaming-Community. Damit schließt Anbernic bei der mobilen Emulation eine hardwareseitige Lücke, die bislang für klassische Nintendo-DS-Titel bestand.
Im Mittelpunkt der Anbernic RG DS Plus stehen ihre beiden Displays. Beide Bildschirme messen 4,3 Zoll, lösen mit 1024 × 768 Pixeln auf und unterstützen ein pixelgenaues 4-fach-Scaling. Das untere Display lässt sich über eine Touch-Oberfläche mit dem mitgelieferten Stylus bedienen. Verbunden werden die beiden Panels durch ein überarbeitetes Scharnier aus zwei Metalllegierungen. Es ist auf Langlebigkeit ausgelegt und lässt sich stufenlos verstellen, um den optimalen Blickwinkel zu ermöglichen. Zur physischen Steuerung gehören vier digitale Schultertasten und ein Analogstick. Außerdem verfügt das Handheld über zwei USB-C-Anschlüsse, zwei microSD-Kartensteckplätze, einen Kopfhöreranschluss und nach vorn gerichtete Lautsprecher.
Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz – statt Android wie beim Vorgängermodell. Grundlage dafür ist der neu entwickelte Dual-Screen-Emulator NNDSS. Er unterstützt Mikrofoneingaben nativ, sodass sich das integrierte Mikrofon für Spielmechaniken nutzen lässt. Die speziell entwickelte Software ermöglicht außerdem den Wechsel zwischen den Bildschirmen, Sofortspeicherstände und eine Echtzeituhr. Die Bildausgabe lässt sich zudem mit 76 integrierten Shader-Optionen individuell anpassen.
Bei der internen Architektur wurden Kompromisse eingegangen, um von der Community entwickelte Software mit einem erschwinglichen Preis zu verbinden. Angetrieben wird das Gerät vom Rockchip-RK3568-Chipsatz, der bereits in der vorherigen Version zum Einsatz kam. Der Arbeitsspeicher beträgt 1 GB – bewusst weniger als die 3 GB des Vorgängermodells. Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit @TheGammaSqueeze, um GammaOS auf die Plattform zu portieren. Um den Preis des früheren Modells beizubehalten, hat Anbernic auf einen integrierten eMMC-Speicher verzichtet.
Ausstattung auf Enthusiasten-Niveau trifft hier auf eine ausgesprochen zugängliche Preisklasse. Anbernic bietet die Anbernic RG DS Plus in drei Farben an: Metallic Blue, Matte Black und Coral Pink. Ein offizieller Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, die Konsole soll jedoch weniger als 100 US-Dollar kosten. In den ersten 72 Stunden nach Verkaufsstart erhalten Frühkäufer sie zu einem Einführungspreis von rund 90 US-Dollar.



















