David Zwirner kündigt Yoshitomo-Nara-Ausstellung an zwei Standorten in New York an
Die bedeutende Überblicksausstellung eröffnet im Oktober und vereint prägende Archivwerke aus den 1980er-Jahren mit brandneuen Arbeiten auf Leinwand.
Zusammenfassung
Yoshitomo Naras erste Ausstellung bei David Zwirner eröffnet am 29. Oktober 2026 in New York.
Die zweigeteilte Schau präsentiert neue atmosphärische Gemälde und großformatige Zeichnungen.
Im Standort in der 19th Street werden dreizehn monumentale Kopfbüsten aus weißer Bronze zu sehen sein.
Im Herbst präsentiert David Zwirner die erste Einzelausstellung des japanischen Künstlers Yoshitomo Nara in der Galerie. Sie erstreckt sich über die beiden New Yorker Standorte in der West 19th Street 533 und der West 20th Street 537. Die umfassende Schau ist Naras erste große Einzelausstellung in der Stadt seit fast einem Jahrzehnt und umfasst neue Gemälde aus dem Jahr 2026, großformatige Zeichnungen, jüngere Skulpturen sowie wegweisende Frühwerke aus den 1980er-Jahren, die Nara selbst ausgewählt hat.
Die Präsentation in den Räumen in der West 20th Street 537 beleuchtet die jüngsten stilistischen Entwicklungen in Naras zweidimensionalem Werk: Frontalporträts mit unmittelbarem Blick, ausgeführt in einer unverkennbar gedämpften und hoch nuancierten Farbpalette. Die neuen Gemälde zeichnen sich durch feine, diffuse Pinselstriche aus, die eine atmosphärisch dichte Tiefe erzeugen. Zugleich zeigen sie eine neue Methode: Die Kompositionen werden zunächst mit Buntstift skizziert und anschließend mit transparenten Lasuren aus Acrylfarbe versehen. Die Figuren nehmen darin natürliche Haltungen ein; ihre tränengefüllten Augen vermitteln ein leises Gefühl der Ungewissheit. Ergänzt wird die Ausstellung durch jüngere monochrome Zeichnungen, die mit industriellen Ölfarbstiften entstanden sind, sowie durch seine „Line“-Gemälde – Arbeiten, für die markante Skizzen aus dem Notizbuch auf Leinwand projiziert und neu belebt werden, um den schnellen, fließenden Impuls der Zeichnung zu bewahren.
Zeitgleich sind am Standort in der West 19th Street 533 dreizehn monumentale Bronzekopffiguren aus dem Jahr 2024 zu sehen. Jede ist eine zehnfache Vergrößerung von handflächengroßen Tonprototypen, die der Künstler von Hand geformt hat. Mit matter weißer Urethanfarbe beschichtet, entfalten die großformatigen Arbeiten eine einladende optische Weichheit und erinnern an die „Schneemonster“, die sich in Naras Kindheitswintern durch heftige Schneefälle bildeten. Indem die Installation die schlichten Gesichtsausdrücke dieser kleinen Prototypen ins Monumentale überführt, erforscht sie die psychologische Wirkung von Größe. Licht und Schatten, die über ihre glatten Oberflächen spielen, schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Kontemplation.
Beide Ausstellungen sind ab dem 29. Oktober 2026 in den genannten Galerieräumen zu sehen.



















