Zusammenfassung
WILDSIDE, das konzeptuelle Projekt von Yohji Yamamoto, hat erstmals mit dem Möbel-Atelier Mitsukoshi Seisakusho kooperiert – für eine komplett geschwärzte Edition des historischen „Bamboo Chair“.
Das Design von 1937 zeigt sich dabei in einem tiefen, lackartigen Schwarz, das WILDSIDE-Logo ist dezent matt in die Rückenlehne lasergraviert.
Jeder Stuhl wird ausschließlich auf Bestellung gefertigt und von einem einzelnen Handwerker bei Mitsukoshi Seisakusho von Hand gebaut.
Für seine erste Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Hersteller Mitsukoshi Seisakusho hat WILDSIDE Yohji Yamamoto den „Bamboo Chair“ in tiefem Schwarz neu interpretiert. Das Projekt greift ein Stück japanischer Designgeschichte aus der Mitte des 20. Jahrhunderts auf und veredelt es in jenem Schwarz, das die Welt von WILDSIDE prägt. Das vollständig handgefertigte Objekt wird ausschließlich auf Bestellung gefertigt.
Beim Stuhl steht das Material im Mittelpunkt. Die natürliche Elastizität des Bambus, seine geschwungenen Linien und die feine Struktur des Geflechts prägen seine Form – Qualitäten, die Möbeldesigner:innen der Moderne seit Langem schätzen. Hier treffen sie auf WILDSIDEs charakteristisches Schwarz und ergeben eine Version des Stuhls, deren Tiefe an das Schwarz traditioneller japanischer Lackwaren und Architektur erinnert. Das Finish färbt nicht bloß die Oberfläche: Es hebt die Textur des Materials hervor, lässt Konturen und Konstruktion plastisch hervortreten und verleiht den geschmeidigen Kurven eine skulpturale, eindrucksvolle Präsenz.
Das Branding bleibt bewusst zurückhaltend. Auf der Rückseite des glänzenden, lackartigen Korpus ist das Logo WILDSIDE YOHJI YAMAMOTO per Laser eingraviert und anschließend mit einem dezenten matten Finish versehen, sodass es erst sichtbar wird, wenn das Licht darüber wandert. Dieser zurückhaltende Akzent lässt die Silhouette für sich sprechen und unterstreicht, dass es sich nicht um ein Massenprodukt, sondern um ein auf Bestellung gefertigtes Stück handelt: Jeder Stuhl wird einzeln von einem Kunsthandwerker oder einer Kunsthandwerkerin bei Mitsukoshi Seisakusho gefertigt.
Ein wesentlicher Teil der Faszination liegt im Erbe dieser Form. Der Bamboo Chair wurde 1937 von Umonji Kidokoro entworfen, der damals im Möbeldesignstudio von Mitsukoshi arbeitete – jenem Betrieb, aus dem später Mitsukoshi Seisakusho hervorging. Kidokoros Arbeit soll die französische Designerin Charlotte Perriand beeinflusst haben. Zudem bereiste er gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Sori Yanagi und Junzo Sakakura Japans Handwerksregionen und präsentierte sogar eine Chaiselongue aus Bambus. Die Neuinterpretation dieses prägenden Entwurfs in Schwarz eröffnet eine neue Lesart eines anerkannten Klassikers, ohne seinen handwerklichen Geist anzutasten.
Auch die Geschichte der Manufaktur verleiht der Kooperation zusätzliches Gewicht. Mitsukoshi Seisakusho wurde 1910 gegründet und wird von Mitsukoshi Isetan Property Design geführt. Die auf Holzmöbel spezialisierte Werkstatt fertigt Auftragsarbeiten – von maßgeschneiderten Stücken für die Kaiserliche Hofbehörde, das Nationalparlament, den Obersten Gerichtshof, Fünf-Sterne-Hotels und Luxusmarken bis zur Restaurierung von Möbeln in historischen Gebäuden. Dem Leitgedanken eines Handwerks verpflichtet, das ein Jahrhundert überdauert, vereint das Atelier Entwurf und Fertigung unter einem Dach – ein Ansatz, der sich ganz selbstverständlich mit WILDSIDEs Verbindung von Tradition und Innovation fügt.
Der WILDSIDE Yohji Yamamoto x Mitsukoshi Seisakusho Bamboo Chair kann ab sofort über den offiziellen Online-Store von WILDSIDE bestellt werden. Ab dem 26. Juni findet bei WILDSIDE YOHJI YAMAMOTO OSAKA eine Sonderausstellung statt. Da jedes Stück vollständig auf Bestellung gefertigt wird, beträgt die Produktionszeit ab Auftrag rund eineinhalb Jahre.