Tesla-Designchef hält am „sehr bald“-Zeitplan für den Roadster der nächsten Generation fest
Bei Jay Leno’s Garage spricht Franz von Holzhausen über die anhaltenden Verzögerungen rund um den Elektro-Hypercar – fast zehn Jahre nach seiner ersten Enthüllung.
Zusammenfassung
Tesla-Designchef Franz von Holzhausen hat nach Jahren verpasster Produktionsziele einen „sehr baldigen“ Start für den Next-Gen Roadster in Aussicht gestellt.
Trotz Founders-Series-Anzahlungen in Höhe von 250.000 US‑Dollar, die seit 2017 gehalten werden, ist es unwahrscheinlich, dass die Serienproduktion vor 2027 oder 2028 beginnt.
Teslas Designchef Franz von Holzhausen hat den äußerst vagen Zeitrahmen „sehr bald“ für den kommenden Roadster der nächsten Generation erneut bekräftigt. Die Aussage machte der Manager kürzlich bei Jay Leno’s Garage, wo er seinen individuell umgebauten Pontiac Solstice mit V8-Motor präsentierte. Als Leno genauer nach dem tatsächlichen Status des seit Langem erwarteten Elektro-Supersportwagens fragte, hielt von Holzhausen an dem nebulösen Zeitfenster fest. Die unbeirrbare Antwort veranlasste den ehemaligen Late-Night-Moderator zu der trockenen Bemerkung, dass das viel gepriesene Fahrzeug seit fast einem Jahrzehnt in Entwicklung sei.
Der Elektro-Hypercar wurde erstmals im November 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt und hat seither zahllose Produktions- und Präsentationstermine verpasst. Ursprünglich hatte die Marke versprochen, das Fahrzeug ab 2020 zu bauen. Dieser Termin verschob sich zunächst auf 2022, dann auf 2023 und schließlich auf 2024. CEO Elon Musk nannte kürzlich April 2026 als Termin für eine Vorführung, korrigierte die Erwartungen jedoch wenig später erneut auf August. Aktuellen Berichten zufolge ist das übergeordnete Design zwar abgeschlossen, doch die Integration eines optionalen SpaceX-Kaltgas-Triebwerkssystems bleibt eine gewaltige technische Hürde. Die intern A71 genannte Raumfahrttechnik soll neben beispielloser Beschleunigung möglicherweise auch vertikalen Auftrieb ermöglichen. Für eine Präsentation im Frühjahr war das Triebwerkspaket schlicht noch nicht bereit.
Die anhaltenden Verzögerungen in der Entwicklung verweisen auf eine grundlegendere operative Realität bei dem einst wegweisenden Autobauer: Seine ambitionierten Leistungsversprechen überholen die tatsächlichen Produktionszeiten immer wieder. Trotz der wiederholten Rückschläge hält Tesla beim Basismodell unverändert an den ursprünglichen technischen Spezifikationen fest. Zu den offensiven Angaben bei der ersten Präsentation zählen ein Sprint von 0 auf 60 mph in 1,9 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von 250 mph und eine enorme Reichweite von 620 Meilen pro Ladung. Die Standardvariante kostet derzeit 200.000 US-Dollar.
Die größten finanziellen Lasten dieses langwierigen Entwicklungsprozesses tragen weiterhin die frühen Unterstützer. Begeisterte Reservierungsinhaber der limitierten Founders Series leisteten bereits vor fast neun Jahren Anzahlungen in Höhe von 250.000 US-Dollar. Während sie auf den endgültigen Schritt vom Konzeptprototypen zur tatsächlichen Serienproduktion warten, bleibt ihr beträchtliches Kapital gebunden. Selbst wenn die nun angekündigte technische Demonstration in den kommenden Wochen tatsächlich stattfindet, dürften eine breite Produktion und die Auslieferung an Kundinnen und Kunden wohl erst 2027 oder 2028 beginnen.



















