Spotify kooperiert mit Merlin: Fans können legal KI-Remixe und Cover lizenzierter Songs erstellen
Der Deal mit Merlin bringt über 30.000 Independent-Labels in Spotifys neues Modell für KI-Remixe und Coverversionen.
Zusammenfassung
Spotify hat eine Lizenzpartnerschaft mit Merlin angekündigt, um sein bevorstehendes Remix-Tool auf Basis künstlicher Intelligenz auszuweiten.
Die Vereinbarung bindet mehr als 30.000 unabhängige Labels in einen Rahmen ein, der eine ausdrückliche Zustimmung der Künstlerinnen und Künstler für von Fans erstellte abgeleitete Werke vorschreibt.
Das Feature wird als kostenpflichtiges Add-on gestartet, das sicherstellen soll, dass Createrinnen und Creator korrekt genannt werden und an den generierten Einnahmen beteiligt sind.
Im Quartalsbericht zum zweiten Quartal hat Spotify eine Lizenzpartnerschaft mit dem Independent-Musiknetzwerk Merlin angekündigt, die ein kommendes KI-Projekt unterstützen soll. Die Vereinbarung bindet mehr als 30.000 unabhängige Labels und Vertriebspartner in ein neues Modell ein, das es Fans ermöglicht, legal KI-gestützte Remixe und Coverversionen bestehender Tracks zu erstellen. Merlin vertritt derzeit rund 15 Prozent des weltweiten Markts für Musikaufnahmen. Die Erweiterung baut auf einer früheren Vereinbarung mit der Universal Music Group auf und positioniert die Streaming-Plattform als lizenzierte Alternative zu nicht autorisierten generativen KI-Diensten. Charlie Hellman, Senior Vice President und Global Head of Music bei Spotify, bestätigte, dass die Zusammenarbeit sicherstellt, dass beteiligte unabhängige Künstler:innen genannt werden, wenn ihre Werke verändert werden.
Die Musikbranche sieht sich derzeit einer Welle nicht lizenzierter, KI-generierter Audiodateien gegenüber, die digitale Kanäle überschwemmt. Jüngste Daten konkurrierender Plattformen zeigen, dass synthetische Tracks bei den täglichen Uploads im Internet zunehmend dominieren. Statt vollständig künstliche Songs von Grund auf zu erzeugen, hat Spotify sein Tool auf reale Musiker:innen und authentische Katalogaufnahmen ausgerichtet. Führungskräfte betonten, dass das Produkt vollständig auf der Zustimmung der Künstler:innen, ihrer Nennung und ihrer Vergütung basiert. Kreative müssen dem System ausdrücklich zustimmen, bevor Fans ihre Werke bearbeiten können. Merlin-CEO Charlie Lexton erklärte, die Organisation habe sich für die Partnerschaft bei diesem Projekt entschieden, weil die Plattform geistige Eigentumsrechte konsequent respektiere.
Jede Fan-Kreation, die mit dem kommenden Tool entsteht, führt Hörer:innen automatisch zum ursprünglichen Ausgangsmaterial zurück. So erhalten die Rechteinhaber:innen eine direkte finanzielle Vergütung. Die Funktion wird als kostenpflichtiges Zusatzangebot für Premium-Abonnent:innen eingeführt und soll der Musikindustrie eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Spotify plant, in naher Zukunft einer ausgewählten Nutzergruppe eine Forschungsvorschau bereitzustellen, und erklärte, für den Start sei kein vollständiger globaler Musikkatalog erforderlich. Mit diesem Schritt will die Plattform den Trend zu interaktiven Audioformaten aufgreifen und zugleich sicherstellen, dass unabhängige Musiker:innen die Kontrolle über ihre Kunst behalten.



















