Rocket Lab erweitert mit neuem „GHOST“-Komplex in Alaska auf sechs globale Startrampen
Das mobile System ist für den schnellen Aufbau an geheimen Standorten konzipiert und bietet entscheidende Ausfallsicherheit sowie strategische Redundanz für Tests militärischer Hardware.
Zusammenfassung
Rocket Lab hat GHOST vorgestellt, ein mobiles Startsystem, das Raketen, Bodensupport und die Startfeld-Kontrolle in standardisierte Frachtcontainer integriert.
Mit seinem Debüt im Alaska Pacific Spaceport Complex mit zwei Startplätzen erweitert GHOST Rocket Labs Präsenz auf insgesamt sechs Startanlagen weltweit.
Rocket Lab hat mit GHOST ein neues, umfassendes Startinfrastruktursystem vorgestellt, das sich nahezu überall auf der Welt transportieren, errichten und betreiben lässt. Indem Bodenunterstützung, Reichweitenkontrolle und die Raketen selbst in Standardfrachtcontainer verpackt werden, will das Raumfahrtunternehmen die derzeitigen Engpässe an Weltraumbahnhöfen umgehen. Das System wurde speziell für die Electron-Orbitalrakete der Marke und ihr hypersonisches Testfahrzeug HASTE entwickelt.
Die modulare Technologie soll 2027 am Pacific Spaceport Complex in Kodiak, Alaska, erstmals zum Einsatz kommen. Der als Rocket Lab Launch Complex 4 bezeichnete Standort wird über zwei Startrampen für Starts in hoher Frequenz verfügen. Damit steigt die Zahl der operativen Startrampen des Unternehmens auf sechs, verteilt auf zwei Hemisphären; ergänzt wird die bestehende Infrastruktur in Neuseeland und Virginia. Der Ausbau in Alaska dient der Umsetzung eines umfangreichen Mehrstartvertrags über 266 Millionen US-Dollar mit der U.S. Space Force: Er umfasst zwölf suborbitale Missionen, mit einer Option auf sechs weitere.
Die Global Hypersonic & Orbital Spaceport Technology steigert nicht nur die Startfrequenz, sondern schafft auch strategische Redundanzen für militärische Einsätze. Jüngste Konflikte weltweit haben die amerikanischen Raketenbestände stark dezimiert und die Nachfrage des Verteidigungsministeriums nach Tests von Hochgeschwindigkeitssystemen sprunghaft steigen lassen. Die bestehende Raumfahrtinfrastruktur in den USA ist durch die Rekordzahl orbitaler Aktivitäten bereits enorm belastet. Weil sich mobile Startrampen rasch an geheim gehaltenen Orten errichten lassen, bietet die neue Plattform einen Schutzmechanismus gegen mögliche Angriffe auf feste Weltraumbahnhöfe in künftigen orbitalen Konflikten.
Unternehmensgründer und CEO Sir Peter Beck unterstrich den strategischen Wert der Plattform für die nationale Sicherheit. Mit einem verlegbaren System werde bewährte Zuverlässigkeit in ein flexibles Format überführt, das weltweit für wichtige Programme eingesetzt werden könne, erklärte er. Der übergeordnete Flat-Pack-Ansatz für Weltraumbahnhöfe soll den massiven Engpass bei Startkapazitäten entschärfen und zugleich die Position der Marke als führende Kraft im Bereich reaktionsschneller orbitaler Logistik festigen.



















