Zusammenfassung
Ridley Scott erklärte in einem Interview, er sehe sich eher als Influencer denn als Filmemacher, weil er den Branchentrends stets einen Schritt voraus sei.
Der Regisseur kritisierte die sich wiederholenden modernen Hollywood-Storylines und sprach dabei über seine kommenden Projekte, darunter „The Dog Stars“.
Scott soll im November bei den Governors Awards einen Ehren-Oscar erhalten.
Regisseur Ridley Scott hat kürzlich erklärt, er sehe sich eher als „Influencer“ denn als Filmemacher. Im Gespräch mit The Times of London erklärte der dreifach Oscar-nominierte Regisseur, sein Vermächtnis in Hollywood bestehe darin, Branchentrends voraus zu sein und zugleich immer wieder Kassenerfolge zu liefern. Dem Blatt sagte er: „Ich will mich nie wiederholen, und mit all meinen Filmen lag ich richtig. Ich war oft der Zeit voraus – und wenn man der Zeit voraus ist, ist man ein Influencer. Ich bin also kein Filmemacher, sondern ein Influencer.“
Mit Blick auf seine Filmografie – darunter Klassiker wie Blade Runner, Alien, Thelma & Louise und Gladiator – betonte Scott, wie sehr es ihn antreibt, sich nicht zu wiederholen. Trotz seiner langen Karriere stehen auf seiner Liste noch einige unerfüllte Vorhaben: einen Western zu inszenieren, ein Musical zu drehen, einen Film über afrikanische Elefanten zu machen und Hugh Jackman in einer Verfilmung von Treasure Island zu besetzen.
Scotts nächster Film ist The Dog Stars mit Jacob Elordi, Margaret Qualley und Josh Brolin in den Hauptrollen. Elordi bezeichnete Scott als großes Talent und ließ durchblicken, dass er sich auch deshalb für das Projekt entschieden habe, weil er formelhafte Hollywood-Geschichten leid sei. Er kritisierte die starke Abhängigkeit der Branche von Superhelden-Blockbustern und immergleichen Krimi-Klischees.
Ridley Scott wird im November bei den Governors Awards gemeinsam mit Glenn Close und dem Disney-Animator und Pionier Floyd Norman mit einem Oscar geehrt.