Range Rover wird ultra-luxuriös: Maßanfertigungen ohne Preisobergrenze
Range Rover lieferte bereits im vergangenen Jahr sein erstes ab Werk konfiguriertes Fahrzeug für eine halbe Million US-Dollar aus – die maßgeschneiderte SV Asilomar Edition.
Zusammenfassung
Range Rover baut sein maßgeschneidertes Individualisierungsprogramm aus, um direkt mit Ultra-Luxusmarken wie Bentley und Rolls-Royce zu konkurrieren.
Der Autobauer hat kürzlich ein einzigartiges Exemplar der SV Asilomar Edition für rund 550.000 US-Dollar verkauft, um das lukrative Potenzial von Werks-Personalisierung zu unterstreichen.
Managing Director Martin Limpert bestätigte, dass der kommende vollelektrische Range Rover GT als fünftes Modell im Portfolio positioniert wird und nicht als Ersatz für ein bestehendes Fahrzeug dient.
Range Rover streift sein traditionelles Image als Automarke ab und positioniert sich konsequent als moderne Luxusmarke. Die britische Marke baut ihr Programm für maßgeschneiderte Sonderanfertigungen massiv aus und verschiebt die Preisgrenzen, um ultraluxuriösen Rivalen wie Bentley und Rolls-Royce direkt Konkurrenz zu machen. Range-Rover-Geschäftsführer Martin Limpert betonte kürzlich, dass den Personalisierungsmöglichkeiten ab Werk keine Grenzen gesetzt sind.
Der Vorstoß in Richtung hochpreisiger Individualisierung trifft auf eine nachweislich große Nachfrage. Im vergangenen Jahr lieferte die Marke erstmals ein ab Werk konfiguriertes Fahrzeug im Wert von einer halben Million Dollar aus. Die Range Rover SV Asilomar Edition feierte während der Monterey Car Week ihr Debüt und wurde schließlich für 550.000 US-Dollar an einen Kunden in den Vereinigten Staaten verkauft. Damit kostete sie rund doppelt so viel wie ein SV in der Basisausstattung – allein aufgrund der speziellen Zusammenstellung. Zu den Extras zählten ein exklusiver, von der Monterey Bay inspirierter Zweiton-Lack, individuelle Stickereien im Innenraum und ein motorisierter Getränketisch aus Holz. Kunden, die bereit sind, solche Preisgrenzen auszuloten, belegen das enorme Potenzial für maßgeschneiderte Automobile.
Um dieses Wachstum im obersten Luxussegment zu ermöglichen, schafft Range Rover eigene Räumlichkeiten für den Individualisierungsprozess. Im kommenden Jahr will das Unternehmen weltweit zwölf neue Commissioning Suites eröffnen. Die sogenannten Range Rover Houses sind private Rückzugsorte, in denen Käuferinnen und Käufer jedes Detail festlegen können – von bestimmten Nahtmustern bis zu Furnieren mit dem Familienwappen. Limpert erklärte, die Marke sei sogar offen dafür, historische Materialien zu integrieren, die Kundinnen und Kunden selbst beschaffen.
Diese umfassende Individualisierungsstrategie läuft parallel zur bevorstehenden Einführung des Range Rover GT. Als fünftes Modell im Portfolio bestätigt, basiert der Grand Tourer auf der neuen EMA-Plattform der Marke und wird im britischen Halewood gefertigt. Limpert stellte klar, dass der GT weder den Einstiegs-Evoque noch den Velar ersetzen wird. Stattdessen kommt er als rein elektrische Ergänzung einer neu gegliederten Unternehmensstruktur auf den Markt, die den Luxus von Range Rover klar von der Robustheit des Defender und der Vielseitigkeit des Discovery trennt.



















