Sony-CEO bestätigt: Start der PlayStation 6 auf unbestimmte Zeit verschoben

Sony PlayStation 6 concept art alongside current PlayStation 5 console
Olly Curtis/Future Publishing via Getty Images

Zusammenfassung

Sony-CEO Hiroki Totoki bestätigte, dass das Unternehmen intern noch keinen Zeitraum für den Marktstart und keine Preisstrategie für die PlayStation 6 festgelegt hat – und verwies dabei auf eine weltweite Speicherkrise, die die Hardware-Planung massiv erschwert.

Steigende Komponentenpreise, getrieben durch die enorme Nachfrage nach RAM in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, haben die Preise der PlayStation 5 bereits auf Rekordhöhen getrieben.

Sony-CEO Hiroki Totoki hat bestätigt, dass der Technologiekonzern weiterhin keinen Veröffentlichungstermin für seine Konsole der nächsten Generation festlegen kann. Branchenanalysten hatten zuvor mit einem Debüt der PlayStation 6 bis 2027 gerechnet. Doch der volatile Halbleitermarkt und eine weltweite Speicherkrise zwingen den Hersteller, auf die Bremse zu treten. Die Beschaffung von Komponenten wird zunehmend schwieriger, da der boomende KI-Sektor die Lieferketten dominiert, enorme Mengen an RAM für Rechenzentren benötigt und die Produktionskosten im gesamten Bereich der Unterhaltungselektronik in die Höhe treibt.

Dieser wirtschaftliche Druck verändert schon jetzt das Preismodell der aktuellen Konsolengeneration. Historisch gesehen werden Konsolen gegen Ende ihres Lebenszyklus günstiger – die PlayStation 5 widersetzt sich diesem Trend jedoch völlig. Im April erhöhte Sony die Preise für die Hardware auf ein bislang ungekanntes Niveau: Die Standardversion mit Disc-Laufwerk kostet nun 649,99 $, die Digital Edition knapp 600 US-Dollar und die Premium-PS5 Pro stolze 900 US-Dollar. Da das Überleben des Unternehmens und die Rentabilität Vorrang vor festen Veröffentlichungszyklen haben, scheint Sony nur zögerlich Preise oder Produktionspläne für die PlayStation 6 festlegen zu wollen, bevor sich der Speichermarkt stabilisiert.

Zusätzlich zu den Hardware-Verzögerungen sorgt eine umstrittene Vorgabe zur Spielebewahrung für Kritik. Eine aktuelle Ankündigung bestätigte, dass Sony ab Januar 2028 für alle neuen Titel dauerhaft keine physischen Spieledatenträger mehr produzieren wird. Der Wandel hin zu einem rein digitalen Ökosystem macht es äußerst unwahrscheinlich, dass die PlayStation 6 überhaupt noch über ein Disc-Laufwerk verfügen wird. Damit wäre die Abwärtskompatibilität mit bestehenden physischen Spielesammlungen und 4K-Ultra-HD-Blu-rays praktisch ausgeschlossen.

Der drastische Kurswechsel hat die Community gespalten und bei Verfechtern der Spielebewahrung sowie langjährigen Fans, die sich durch die jüngste Ausrichtung der Marke entfremdet fühlen, breite Kritik ausgelöst. Als Reaktion auf die Vorgabe eines rein digitalen Angebots und die stark gestiegenen Hardwarepreise organisieren frustrierte Spieler den Protest „PSBlackout“. Der einwöchige wirtschaftliche Streik soll vom 23. bis 30. August 2026 stattfinden und ruft Gamer dazu auf, ihre Systeme vollständig vom Netz zu nehmen: keine Anmeldungen, keine Spielsessions, keine digitalen Käufe. Wie der japanische Gaming-Gigant auf den zunehmenden Druck der Verbraucher reagieren wird, bleibt abzuwarten. Der Weg zur PlayStation 6 wirkt jedoch turbulenter denn je.

 

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Quellen