Zusammenfassung
PHENIX präsentiert eine Fall/Winter 2026 Kollektion, die sich um das Verschwinden und die Neudefinition der Horizontlinie dreht.
Die Designsprache greift die Bildwelt von Filmregisseur David Lynch und den Aufschrei eines orientierungslosen Piloten mitten im Luftkampf auf, um Längenproportionen, Schnitte und konstruktive Nähte gezielt zu verzerren.
Technische Bergsport-Materialien treffen auf urbanen Minimalismus, während das Label seine über 70-jährige Ski-Expertise in eine konsequent modeorientierte Linie überführt.
PHENIX hat seine Herbst/Winter-Kollektion 2026 vorgestellt – eine Linie, die den Horizont selbst ins Zentrum rückt, nur um ihn anschließend bewusst aus dem Blick zu verlieren. Die Saison steht unter dem fortlaufenden Markenkonzept „From Snow Mountain to the Streets“, trägt den Titel „Where’s the Goddamn Horizon?“ und versteht das Verschwinden einer festen Bezugslinie gleichermaßen als Stimmung und Konstruktionsprinzip.
Das Thema knüpft an zwei Bezugspunkte an, die den konzeptionellen Rahmen der Kollektion bilden. Zum einen an die Faszination für die Ästhetik des Horizonts, die Regisseur David Lynch in jungen Jahren entwickelte. Zum anderen an den Ausruf aus dem Chaos eines Luftkampfs, der der Saison ihren Namen gibt: den Moment, in dem ein Pilot im Dogfight jede Orientierung verliert und Himmel und Erde nicht mehr auseinanderhalten kann. PHENIX macht diesen Moment des Schwindels, in dem die Grenze zwischen oben und unten verschwimmt, zur gestalterischen Vorgabe.
Statt die Idee allein grafisch umzusetzen, hat das Label sie in die Kleidungsstücke integriert. Die Bezugslinie, von der eine Silhouette normalerweise ausgeht, wurde aus ihrer gewohnten Position verschoben. Das wirkt sich auf Längenverhältnisse, Schnittführung und die Platzierung konstruktiver Nähte aus. Mäntel werden lang, die Volumina der Outerwear schwellen an und fallen ab, während die Proportionen leicht neben dem Punkt liegen, an dem das Auge sie erwartet. So erhalten die Looks einen neuen statt des vertrauten Blickpunkts. Schwere, schützende Oberbekleidung trifft auf weite, fließende Hosen – eine Spannung zwischen Volumen und Fall, die das Gefühl der Desorientierung im gesamten Outfit weiterführt.
Die Grundlage des Konzepts bildet die Materialkompetenz, die PHENIX über Jahrzehnte am Berg verfeinert hat. Die Kollektion setzt auf WINDSTOPPER PRODUCTS by GORE-TEX LABS, die Windschutz und Atmungsaktivität verbinden, sowie auf einen eigenen phenix-Stoff, der trotz seiner geringen Stärke hohem Wasserdruck standhält und atmungsaktiv bleibt. Daunenpieces ziehen sich in Tiefblau, Bordeaux, Waldgrün und Schwarz durch die Kollektion und stehen neben Zopfstrick und taillierten Topcoats. Executive Creative Director Daisuke Gemma verantwortet das Design und überträgt Gewicht und Komfort hochfunktionaler Schneebekleidung in einen urban-minimalistischen Kontext.
Diese Logik vom Berg in die Stadt zieht sich durch die Geschichte von PHENIX. Die Marke wurde 1952 in Japan gegründet und setzte früh auf Nylon: Bereits 1955 verwendete sie das damals neue Material für Skibekleidung und prägte damit die Kategorie entscheidend mit. 1978 entwickelte sie für die Dhaulagiri-Expedition auf 8.167 Metern Daunenbekleidung, die den Bedingungen in extremen Höhen standhielt – eine Premiere für Japan – und unterstützte die Besteigung bis zum Gipfel. Diese Erfahrung führte auch zur Ausstattung von Athlet:innen der japanischen Olympiamannschaft. Noch in der Herbst/Winter-Saison 2024 wurde das Label Ausstatter von Ski Team Sweden Alpine AB. Über sieben Jahrzehnte nach der Gründung versteht die Kollektion dieses gewachsene technische Know-how als modisches Statement neu – und erschließt gerade dadurch, dass sie den Horizont aus dem Blick verliert, eine neue Landschaft für Kleidung.
Die PHENIX Herbst/Winter-Kollektion 2026 kann ab dem 27. August über HBX und den Onlineshop des Labels vorbestellt werden.