2018 gestohlener Pablo-Picasso-Druck endlich wieder aufgetaucht
Der wiedergefundene Druck ist das neunte von nur 30 Exemplaren und wurde von Picasso in Grün signiert.
Zusammenfassung
Eine originale Radierung von Pablo Picasso aus dem Jahr 1949 mit dem Titel Torero ist in Milwaukee wiederaufgetaucht – acht Jahre nachdem sie aus einer Galerie in der Innenstadt gestohlen worden war.
Ein lokaler Vermieter entdeckte den staubbedeckten Druck in einer leerstehenden Wohnung, in der er nach einer Zwangsräumung an der Wand hing.
Mit einem geschätzten Wert von rund 50.000 Dollar gehört das seltene Kunstwerk zu nur 30 bekannten Exemplaren und trug immer noch den ursprünglichen Galerieaufkleber auf dem Rahmen.
Ein seltenes Pablo-Picasso-Blatt, das im Februar 2018 am helllichten Tag aus DeLind Fine Art Appraisals verschwand, ist an einem unerwarteten Ort wiederaufgetaucht. Ein Vermieter aus der Gegend entdeckte das Werk in einer leer stehenden Wohnung. Versteckt und unter einer dicken Staubschicht lag es dort seit seinem Verschwinden weitgehend unberührt. Am 5. August gab ein Mitglied der Gemeinde die Radierung schließlich auf einer Wache des Milwaukee Police Department ab. Galerist Bill DeLind bestätigte kurz nach der Wiederauffindung die Echtheit des Werks.
Der wiedergefundene Druck, den der legendäre Künstler mit grüner Wachskreide signiert hat, ist das neunte Exemplar einer limitierten Auflage von 30, die im Zuckerätzverfahren im Mourlot Studio in Paris entstand. Sachverständige schätzen den Wert des mit schwarzer Tinte auf Büttenpapier gedruckten Blatts auf bis zu 50.000 US-Dollar. Als die Behörden das Werk sicherstellten, befand sich auf der Rückseite des Rahmens noch der ursprüngliche Galerieaufkleber. Der Diebstahl sorgte damals international für Schlagzeilen und veranlasste das FBI, das Werk in seine National Stolen Art File aufzunehmen. Fachleute weisen darauf hin, dass die Bekanntheit des spektakulären Kunstraubs den Marktwert des Werks deutlich steigern könnte.
Die unerwartete Rückkehr des Werks beendet für die örtliche Kunstszene ein langjähriges Rätsel. DeLind und sein inzwischen verstorbener Geschäftspartner Michael Goforth hatten das Blatt ursprünglich in einer Vitrine in der Lobby eines Gebäudes in der Innenstadt ausgestellt. Goforth starb Anfang dieses Jahres. In den vergangenen sechs Jahren hatte er an jedem Jahrestag der Tat die Polizei angerufen, um die Ermittlungen am Laufen zu halten. Die Überwachungskameras konnten den Täter bekanntlich nicht erfassen – obwohl sich der Diebstahl an einem Nachmittag in einem kurzen Zeitfenster ereignete.
Die Behörden erklärten, dass die sechsjährige Verjährungsfrist für schweren Diebstahl in Wisconsin abgelaufen sei. Strafanzeigen sind trotz der Wiederauffindung daher unwahrscheinlich. Die Polizei untersucht weiterhin die genauen Umstände, unter denen das Kunstwerk in den vergangenen acht Jahren seinen Weg genommen hat. Vorerst bleibt die Picasso-Radierung in amtlicher Verwahrung, während sich Vertreter der Galerie mit der Versicherung abstimmen, die den ursprünglichen Schaden beglichen hat. DeLind hofft, das Blatt irgendwann zurückkaufen und wieder öffentlich ausstellen zu können.





















