Mercedes-Benz bietet jetzt offizielle Geburtsdokumente für Klassiker von 1986 bis 2010 an
Das Dokument enthält detaillierte Archivdaten, darunter die originale Lackierung sowie Angaben zu Motor, Getriebe und Innenausstattung.
Zusammenfassung
Zum Preis von 130 € (rund 150 $) listet das offizielle Mercedes-Benz Classic Birth Document die ursprünglichen Lackfarben, Interieur-Spezifikationen und ab Werk verbauten Sonderausstattungen auf.
Das Programm ist derzeit auf Pkw in Deutschland beschränkt, soll aber künftig auf weitere europäische Märkte ausgeweitet werden.
High-Performance-Varianten von AMG, Fahrzeuge von Smart sowie Mercedes-Benz Vans sind aktuell nicht für den neuen Dokumentationsservice berechtigt.
Mercedes-Benz hat einen neuen Heritage-Service aufgelegt, der sich gezielt an seine besonders engagierte Fangemeinde richtet. Besitzer von Pkw, die zwischen 1986 und 2010 gebaut wurden, können jetzt ein offizielles Mercedes-Benz Classic Birth Document beantragen, das exakt dokumentiert, in welcher Konfiguration ihr Fahrzeug das Werk verlassen hat. Für 130 € (rund 150 US-Dollar) liefert die Dokumentation detaillierte Daten direkt aus den digitalen Archiven. Sie bestätigt die ursprünglichen Werksangaben, darunter die Fahrgestellnummer (VIN), die ursprüngliche Lackfarbe, die exakten Motor- und Getriebenummern sowie die Ausstattung des Innenraums.
Die Initiative greift einen wachsenden Trend auf, bei dem die nachweisbare Herkunft moderner Klassiker auf dem Markt erhebliches Gewicht hat. Sammler verbringen oft Jahre damit, alte Unterlagen zu durchforsten oder sich auf inoffizielle Decoder zu verlassen, um die ursprüngliche Fahrzeugkonfiguration zu bestätigen. Informationen direkt vom Hersteller bieten eine verlässliche Grundlage für Restaurierungsprojekte. Käufer, die einen möglichen Neuerwerb prüfen, können mithilfe der verifizierten Daten sicherstellen, dass sie einen zeitgenössisch originalen Klassiker vor sich haben – und keine modifizierte Replika. Bevor die Marke Archivunterlagen freigibt, müssen Eigentümer einen strengen Eigentumsnachweis erbringen; so bleiben die Historie des Fahrzeugs sowie ihre Daten geschützt. Nach der Genehmigung trifft das Dokument innerhalb von fünf Werktagen ein.
Auch die Aufmachung hebt die Unterlagen deutlich von einem einfachen Ausdruck ab. Der Hersteller druckt die Datenkarte auf hochwertigem Papier und legt sie in eine speziell gestaltete Mappe, die mit dem ikonischen Markenwappen geprägt ist. Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar: Die Unterlagen dienen ausschließlich als historisches Datenblatt zur Fahrzeugkonfiguration und nicht als formelles Echtheitszertifikat. Aussagen über den aktuellen physischen Zustand oder den Marktwert eines Fahrzeugs werden nicht getroffen.
Der Zugang zum Programm bleibt in der Einführungsphase noch recht eingeschränkt. Aktuell steht der Service ausschließlich Haltern mit Wohnsitz in Deutschland offen. Eine Ausweitung auf weitere europäische Märkte ist geplant, doch Sammler in Nordamerika müssen sich auf entsprechende Ankündigungen noch gedulden. Bestimmte Fahrzeugsparten sind zum Start vollständig ausgenommen: AMG-Hochleistungsmodelle, Smart-Fahrzeuge und Mercedes-Benz-Transporter können keine Geburtsdokumente erhalten. Für ältere Modelle aus den Baujahren 1946 bis 1985 können Halter weiterhin traditionelle Datenkarten direkt über die örtlichen Händlernetze bestellen.





















