Marvel stellt Mahershala Alis „Blade“-Reboot nach jahrelangen Produktionsverzögerungen offiziell ein
Nach einer Reihe prominenter Rückschläge und Regiewechseln wurde das heiß erwartete MCU-Projekt um den Vampirjäger offiziell abgesagt.
Zusammenfassung
'Blade', der von Mahershala Ali angeführte Film, wurde nach jahrelangen Produktionsverzögerungen, Regisseurabgängen und kreativen Rückschlägen nun offiziell eingestampft.
Die Einstellung lässt Teile der Produktionscrew unbezahlt zurück und gefährdet Arkane Lyons eigenständiges 'Blade'-Videospielprojekt inmitten umfassender Studio-Umstrukturierungen.
Der von Mahershala Ali angeführte Blade-Film, der im Juli 2019 nach dem Erfolg von Avengers: Endgame erstmals angekündigt wurde, ist nach einer Reihe öffentlichkeitswirksamer Rückschläge offiziell eingestellt worden. Ali äußerte sich kürzlich diplomatisch dazu, die Rolle des Vampirjägers hinter sich zu lassen und künftige Fragen dem Studio zu überlassen. Obwohl der Schauspieler jahrelang unter Vertrag stand, veranlasste ihn die anhaltende Unfähigkeit, die Produktion zu starten, dazu, sich anderen Projekten zu widmen. Im kommenden Actiondrama Your Mother Your Mother Your Mother, das im Oktober startet, übernimmt er nun die Hauptrolle; geschrieben und inszeniert wurde es ausgerechnet von Bassam Tariq, dem einstigen Regisseur von Blade. Auch andere frühere Cast-Mitglieder haben neue Rollen gefunden: Mia Goth in The Odyssey und Aaron Pierre in der Hauptrolle von Lanterns.
Die abrupte Absage trifft nicht nur die Hauptbesetzung: Stuntdarsteller:innen, Kostümbildner:innen und Cutter:innen müssen in einer ohnehin turbulenten Zeit für die Unterhaltungsbranche auf ihre erwarteten Gehaltsschecks verzichten. Die Folgen bedrohen auch das eigenständige Blade-Videospiel, das 2023 von Arkane Lyon, dem Entwickler hinter Dishonored, angekündigt wurde. Im Zuge weitreichender Übernahmen von Xbox-Studios und jüngster Massenentlassungen geraten ist der Einzelspieler-Titel in Gefahr, dauerhaft auf Eis gelegt zu werden. Das Studio setzt derzeit auf ein im französischen Arbeitsrecht vorgesehenes verpflichtendes Konsultationsverfahren, um eine sofortige Schließung abzuwenden – das mit Spannung erwartete Projekt hängt damit am seidenen Faden.
Das Aus für den hochkarätigen Kinofilm verstärkt die wachsende Kritik aus der Branche an Marvels Umgang mit Projekten mit Schwarzen Hauptfiguren während der Multiverse Saga. Um die übernatürliche Lücke im Programm zu schließen, kündigte das Studio kürzlich für 2028 einen Ghost Rider-Film mit Ryan Gosling an und bestätigte zugleich, dass im selben Jahr ein dritter Black Panther in die Kinos kommen soll. Fans kritisieren, dass der starke Rückgriff auf Geschichten aus Wakanda bei gleichzeitigem Versagen im Umgang mit einer kulturell bedeutsamen Figur wie dem Daywalker einen gravierenden Fehltritt für das Franchise offenbare.
Trotz der Durststrecke im Kino lebt der Daywalker in anderen Medien weiter. Die Figur ist prominent in aktuellen Multiplayer-Titeln wie Marvel Rivals und dem Fighting Game Marvel Tōkon vertreten, das den Vampirjäger mit einem Samuraischwert ausstattet. Auch in aktuellen Comic-Reihen wie Marc Spector: Moon Knight ist er zu sehen. Seine Live-Action-Zukunft ruht vorerst, sodass Wesley Snipes’ ursprüngliche Trilogie aus den 1990er-Jahren weiterhin als maßgebliche Leinwandversion gilt – und zeigt, wie überraschend schwierig ein modernes Reboot umzusetzen ist.



















