Little Simz lässt alles leicht aussehen – sogar zwei Lollapalooza-Sets an einem Tag
Streng genommen in nur zwei Stunden: Live aus der Hacienda PATRÓN verrät die britische Rapperin mehr über ihre Festival-Favoriten.
Little Simz lässt alles leicht aussehen – sogar zwei Lollapalooza-Sets an einem Tag
Streng genommen in nur zwei Stunden: Live aus der Hacienda PATRÓN verrät die britische Rapperin mehr über ihre Festival-Favoriten.
Für Little Simz ist ein Festivalauftritt fast schon ein Spaziergang – erst recht nach diesem Sommer. Allein in den vergangenen vier Monaten stand die britische Rapperin bei insgesamt neun (!!) Musikfestivals rund um den Globus auf der Bühne.
Los ging es mit zwei Coachella-Wochenenden in Indio, Kalifornien. Bei einem Überraschungs-DJ-Set mit JT präsentierte sie dort bekanntlich zahlreiche damals noch unveröffentlichte Tracks von Sugar Girl. Es folgten ein Headliner-Auftritt bei Cross The Tracks in ihrer Heimatstadt London und We Love Green in Paris.
Ein besonderes Highlight war Primavera Sound in Barcelona: Simz füllte dort den begehrten 21-Uhr-Slot bei einem der angesagtesten europäischen Festivals des Sommers. Roskilde in Dänemark bildete den Abschluss ihrer Juni-Shows, bevor es im Juli zu Down the Rabbit Hole in die Niederlande ging und anschließend für Lollapalooza in die USA, nach Chicago.
Lange blieb Simz jedoch nicht: Nur 48 Stunden nach ihrem Lolla-Set am Donnerstagnachmittag saß sie schon wieder im Flieger – für einen Auftritt am Freitag beim renommierten Newport Jazz Festival in Rhode Island und ein Set am Samstag bei Osheaga in Montreal.
In ihren nicht einmal 24 Stunden in Chicago – und der noch kürzeren Zeit im Grant Park – dürfte die Rapperin bestens beschäftigt gewesen sein. Für Lollapalooza war zunächst ein reguläres Set auf einer der Hauptbühnen geplant. Wenig überraschend lieferte sie ab und spielte einen der fesselndsten Auftritte des ersten Festivaltags.
Zu aller Überraschung spielte Simz an diesem Tag allerdings noch ein zweites Set. Als sich am Donnerstagmorgen die Tore für den ersten von vier Festivaltagen öffneten, kündigte sie einen weiteren Auftritt für den Abend an – und nicht etwa ein beliebiges zusätzliches Set, sondern ein intimes DJ-Set bei Patróns immersiver Hacienda-PATRÓN-Installation. Vor beiden Auftritten nahm sich Simz Zeit für ein Gespräch mit Hypebeast und sprach über ihre Festivalrituale, Styling-Tipps und die Acts, auf die sie sich an diesem Wochenende am meisten freut.
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Was machst du vor jedem Auftritt, ganz egal, was kommt?
Little Simz: Mein Ritual vor einem Auftritt … Ich muss immer erst mal auf die Toilette. [laughs] Manchmal muss ich eigentlich gar nicht wirklich, das sind nur die Nerven. Aber sobald ich gleich auf die Bühne soll, denke ich immer: „Ich muss auf die Toilette.“ [laughs] Ansonsten mache ich es ruhig, höre ein paar Songs, schaffe mir ein bisschen Zen-Atmosphäre und gehe dann einfach raus und mache mein Ding.
Was trägst du heute – und wie gehst du grundsätzlich an Festival-Looks heran?
Also, heute trage ich das hier, ähm … Ich weiß nicht mal … Wie würde man das nennen? Egal, ich habe es bei Muji gefunden. Eigentlich gehe ich da nie hin, um nach Kleidung zu schauen. Aber dann war ich dort und dachte: „Eigentlich ist das ganz okay.“ Also habe ich es einfach gekauft. Generell wähle ich Sachen, in denen ich mich wohlfühle und bei denen ich denke: „Ja, darin fühle ich mich gut, ich fühle mich wohl in meiner Haut, ich fühle mich wie ich selbst.“ Mehr ist es eigentlich nicht.
Du hast zuletzt einen echten Festival-Marathon hingelegt. Was ist deine schönste Erinnerung an einen Auftritt bei einem Festival?
Es waren wirklich turbulente Wochen voller Auftritte, aber Primavera Sound war definitiv ein Highlight. Allein das Gelände direkt am Wasser – es war so schön. Auf Lollapalooza freue ich mich sehr. Es ist das erste US-Festival auf dieser Tournee, und es ist schön, das ein wenig aufzubrechen: erst Europa und Großbritannien, dann hierherzukommen und eine andere Energie zu erleben, weißt du? Ich freue mich wirklich darauf.
Auf wen aus dem Lollapalooza-Line-up freust du dich besonders?
Wenn ich nicht so zwischen diesen Acts eingekeilt wäre, würde ich mich total darauf freuen, Blood Orange und Empire of the Sun zu sehen. Aber ich bin genau dazwischen, deshalb weiß ich nicht, ob ich es schaffe (lacht). Das Line-up ist aber großartig. Wirklich cool – und schon als wir mit dem Buggy, dem Golfcart, über das Gelände gefahren sind, konnte man die ganze Festivalstimmung spüren. Es fühlt sich wirklich so an, als wären die Leute hier, um eine gute Zeit zu haben, weißt du? Ich freue mich sehr darauf, ein Teil davon zu sein.
Du spielst zwei Sets innerhalb von gerade einmal zwei Stunden. Worauf freust du dich dabei am meisten?
Heute ist ein voller Tag mit allerlei Programmpunkten. Zuerst spiele ich mein Set, danach darf ich bei Hacienda PATRÓN ein paar Tracks auflegen. Das Setting ist wunderschön: Die Architektur und die Gestaltung des Raums wirken wirklich durchdacht. Man merkt, dass an die Menschen gedacht wurde, die auflegen, tanzen, Drinks ausschenken oder einfach auf dem Festival unterwegs sind. Ich liebe es, wenn Architektur und Raumgestaltung genau das leisten und alle einbeziehen, damit sich jede*r wichtig und als Teil des Erlebnisses fühlt. Ich glaube, das wird eine richtig gute Stimmung. Hoffentlich geht die Sonne schön unter – und dann wird es einfach eine große Party.



















