Erstes Quallenmuseum der USA eröffnet in Südflorida
Pompano Beach verwandelt eine ehemalige Bankfiliale in ein immersives Refugium: Ein ultrastylishes, rund 930 Quadratmeter großes Aquarium widmet sich ganz dem durchscheinenden Meeresleben.
Zusammenfassung
Das private Jellyfish Museum hat in Florida offiziell eröffnet – als erste Einrichtung in den Vereinigten Staaten, die sich ausschließlich diesen faszinierenden Meeresräubern widmet.
Gegründet von den ukrainischen Geflüchteten Alex und Yana Yanovsky, beherbergt die Destination rund 20 verschiedene Arten in maßgeschneiderten Salzwasserbecken und immersiven digitalen Erlebniswelten.
Das Jellyfish Museum hat nördlich von Fort Lauderdale offiziell eröffnet und ist das erste Spezialmuseum dieser Art in den Vereinigten Staaten. Der faszinierende Ort in Pompano Beach wird vor allem von leuchtenden Salzwassertanks und großflächigen Projektionen der Unterwasserwelt erhellt und widmet sich ganz den widerstandsfähigen, gehirnlosen Wirbellosen, die die Ozeane der Erde seit mehr als 500 Millionen Jahren bevölkern.
Das ambitionierte Projekt geht auf Alex und Yana Yanovsky zurück, die auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Aquaristikbranche blicken. Zuvor betrieb das Paar in Kyjiw eine erfolgreiche Attraktion rund um Quallen, musste die Anlage jedoch zurücklassen, als es 2022 vor der russischen Invasion der Ukraine floh. Weil sie um die universelle Faszination der pulsierenden, durchscheinenden Wesen wissen, machten sich die Gründer rasch daran, ihr Herzensprojekt in Südflorida als ihr erstes aquatisches Vorhaben in den USA neu zu verwirklichen.
Aus einer ehemaligen Wells-Fargo-Bankfiliale wurde ein Unterwasserrefugium: Für den 10.000 Quadratfuß großen Standort steuerte die Stadt rund 100.000 US-Dollar an Fördermitteln zur Quartiersentwicklung bei. Der immersive Raum soll ein Gefühl tiefer Ruhe vermitteln: Seine 21 Spezialbecken werden von fünf Meter hohen 3D-Projektionen ergänzt, die den Eindruck erwecken, durch offene Strömungen zu treiben.
Im Museum ist wechselnd eine vielfältige Auswahl an Meereslebewesen zu sehen, die über lizenzierte Partner aus der Aquakultur bezogen werden. Zu den aktuellen Highlights zählen Japanische Seequallen, Gefleckte Wurzelmundquallen und die Kopfstandqualle – eine Art, die häufig auf dem Meeresboden in Floridas heimischen Mangrovensümpfen ruht. Da die Tiere fast vollständig aus Wasser bestehen und statt eines zentralen Gehirns lediglich ein einfaches Nervennetz besitzen, schaffen ihre rhythmischen Bewegungen ein meditatives visuelles Erlebnis, wie es klassische Aquarien nicht bieten.
Neben der Ästhetik möchten die Gründer auch wichtige ökologische Zusammenhänge vermitteln. Fachkundige Guides informieren Besucherinnen und Besucher über das enorme Ausmaß der weltweiten Quallenpopulation, zu der derzeit rund 4.000 bekannte Arten gehören. Indem die Einrichtung diese uralten Überlebenden in einem kontrollierten, stark stilisierten Umfeld präsentiert, schlägt sie eine Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst und ermöglicht Einblicke aus nächster Nähe, die sonst meist Tiefseetauchern vorbehalten sind.



















