Hikari no Yami hinterfragt Identität und Form in der SS27-Kollektion „Chapter 11: Parasite“
Basierend auf philosophischen Konzepten zeigt die Kollektion mit Handstichen und Harzversiegelungen, dass Kleidung niemals festgelegt ist.
Zusammenfassung
Die SS27-Kollektion von Hikari no Yami hinterfragt Identität anhand des Paradoxons des Schiffes des Theseus.
Die Kollektion setzt auf recycelte Stoffe, in Harz eingefasste Tops und Collaborations mit Alpha Industries.
Die Kampagne rückt handbemalte Shirts, geformte Wirbelsäulen und eine skulpturale Ästhetik, inszeniert in Paris, in den Fokus.
Hikari no Yami hat seine Frühjahr/Sommer-2027-Kollektion „Chapter 11: Parasite“ vorgestellt. Nach zehn Saisons, in denen das Label Tailoring und philosophische Konzepte dekonstruiert hat, markiert sie einen entscheidenden Entwicklungsschritt. Zwischen den gegensätzlichen Positionen von Absurdität und Essentialismus angesiedelt, greift die Kollektion das Paradox des „Schiffs des Theseus“ auf und fragt, ob Identität von Natur aus festgeschrieben ist oder fortwährend neu aufgebaut wird. Um diesem Gedanken nachzugehen, zerlegte und rekonstruierte das Label wiederverwendete Stoffe – darunter recycelte Baumwolle, Wolle und japanisches Nylon-Mesh. Mit Handstichen, Malerei, Färbe- und Sprühtechniken sowie Harzversiegelung legt es die innere Architektur der Kleidungsstücke offen und schafft völlig neue Ausdrucksformen.
Prägende Kollaborationen bereichern die Kollektion: Alpha Industries steuert Military-Utility-Silhouetten bei, die zu Ausdrucksformen von Individualität neu zusammengesetzt werden, während Designerin Ciera Calmeise geformte Wirbelsäulen und Resin-Tops beisteuert. Künstlerin Vanessa Vun bemalt tintengefärbte Hemden von Hand, Alex Yarally bringt Tops aus japanischem Nylon-Mesh, Duster aus Supima-Hemdenstoff und Hoodies aus Seidenchiffon ein. Die Pieces unterstreichen die Philosophie des Labels, Kleidungsstücke als wandelbar zu verstehen – nie festgelegt und stets in Entwicklung. Fotograf Roman Pushkarskii hat die begleitende Kampagne aufgenommen, die die rohe, skulpturale Ästhetik der Kollektion in kargen Outdoor-Kulissen visuell verankert.



















